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"Reine Zeitverschwendung": Verhandlungen zwischen MAN und IG Metall gestoppt



"Reine Zeitverschwendung": Verhandlungen zwischen MAN und IG Metall gestoppt

MAN plant Stellen abzubauen. Doch fruchtbare Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und MAN habe es nach Ansicht der IG Metall nicht gegeben.

von Julia Fricke


Rund 1.800 MAN-Beschäftigte fanden sich am 15. September zur Versammlung am Werk Salzgitter ein.
Rund 1.800 MAN-Beschäftigte fanden sich am 15. September zur Versammlung am Werk Salzgitter ein. Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. Die Verhandlungen zwischen der IG Metall und MAN wegen geplanter Umstrukturierungen und dem geplanten Stellenabbau stocken. Der Gesamtbetriebsrat habe in einer Klausur am Anfang dieser Woche entschieden, die Verhandlungen zu unterbrechen. Dies bestätigt Brigitte Runge, 2. Bevollmächtigte der IG Metall Salzgitter-Peine gegenüber regionalHeute.de.



"Die Verhandlungen wurden nach den ersten unfruchtbaren Verhandlungen in München und an den Standorten vom Gesamtbetriebsrat unterbrochen. Es war reine Zeitverschwendung sich zu einer Verhandlung zusammenzufinden und festzustellen, das der Vorstand nur wiederholt, was bereits am 11. September in einer Wirtschaftsausschusssitzung gesagt wurde. Verhandlungen waren das nicht", kritisiert Runge.

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Im nächsten Schritt müsse es schnellstmöglich ein Gespräch auf höchster Ebene mit Verantwortlichen geben, die Einfluss auf MAN ausüben. "Dieses Gespräch muss erst stattfinden und dann muss dem Gesamtbetriebsrat ehrlich gezeigt werden, dass man zu ernsthaften und konstruktiven Verhandlungen mit klarer Kompromissbereitschaft bereit ist. Wenn es diese Grundvoraussetzungen nicht geben wird und der Vorstand auf Zeit spielt, wird die Möglichkeit sich am Verhandlungstisch zu einigen immer aussichtsloser", so Runge weiter. Die Möglichkeit noch vor Weihnachten eine Lösung zu finden, rücke so in weite Ferne.

Der Vorstand der MAN hatte am 11. September den Wirtschaftsausschuss des Bundes und die Vorsitzenden der MAN-Standorte über einen neuen Kurs informiert. Die Rede ist davon 9.500 Beschäftigte abzubauen. Sogar von Standortschließungen ist die Rede.



MAN selbst reagierte auf Anfrage von regionalHeute.de bislang nicht.


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