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Rekonstruierte Ötzi-Mumie zu Gast in Braunschweig


Nachformen der Mumie in einem 3D-Drucker. Foto: Materialise, Belgien
Nachformen der Mumie in einem 3D-Drucker. Foto: Materialise, Belgien Foto: Materialise, Belgien

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10.01.2017

Braunschweig. Ab Donnerstag, 12. Januar, präsentiert das Braunschweigische Landesmuseum eine der drei weltweit vorhandenen Kopien der berühmten Gletschermumie „Ötzi“.



Die Besucher können die Rekonstruktion noch bis einschließlich 30. Januar 2017 im Landesmuseum besichtigen. Die Sonderausstellung „Ötzi. Der Mann aus dem Eis… und zwei von hier“ wird bis Ende Januar verlängert.



Die Rekonstruktion der Mumie. Foto: Südtiroler Archäologiemuseum/foto-dpi.com



Bei der Rekonstruktion handelt es sich um eine 1:1 Kopie von Ötzis mumifiziertem Körper, die aufrecht fixiert wurde. Nun können die Besucher dem Mann aus dem Eis – anders als beim Original – direkt ins Gesicht schauen. Der US-amerikanische Paläo-Künstler Gary Staab und sein Team modellierten die Rekonstruktion, basierend auf computertomografischen Aufnahmen der Gletschermumie. Anhand dieser Daten wurde die Mumie in einem 3D-Drucker, Schicht für Schicht, aus Harz und unter Luftabschluss in einem Flüssigkeitsbad nachgeformt. Dieser Rohling wurde dann vom Künstlerteam nachmodelliert und handbemalt. Eine besondere Herausforderung für das Team lag darin, die Hände der Mumie frei zu rekonstruieren, da diese von der Computertomografie nicht berücksichtigt werden konnten.

Bei der Ausstellung „Ötzi. Der Mann aus dem Eis… und zwei von hier“ handelt es sich um eine Wanderausstellung des Südtiroler Archäologiemuseums Bozen rund um die berühmte Gletschermumie „Ötzi“, die 1991 von zwei Wanderern in den in den Ötztaler Alpen zwischen Österreich und Italien entdeckt wurde. Auf rund 800 Quadratmeterkönnen die Besucher seit dem 23. März 2016 in der modernen Ausstellung auf unterhaltsame Weise etwas über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Ötzis Lebensweise und den Hintergründen seines gewaltsamen Todes erfahren. Ötzi persönlich können die Besucher in der Ausstellung auch in einer neuen Lebend-Rekonstruktion oder per Live-Schaltung zur Original-Mumie nach Bozen begegnen.


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