Region. Wenn jede Minute zählt, steigen die Gelben Engel in die Lüfte: Die ADAC Luftrettung war im Jahr 2025 zu insgesamt 5.367 Rettungseinsätzen in Niedersachsen unterwegs – das entspricht rund 14 Alarmierungen pro Tag. Damit liegt das Bundesland im bundesweiten Vergleich hinter Bayern und Rheinland-Pfalz auf Platz drei. Das geht aus einer aktuellen Statistik der ADAC-Luftrettung hervor.
Die Hubschrauberstationen in Uelzen, Sanderbusch und Wolfenbüttel sind für schnelle Hilfe rund um die Uhr gerüstet. Während die Rettungshubschrauber „Christoph 19“ (1.253 Einsätze) und „Christoph 30“ tagsüber im Einsatz sind, kann „Christoph 26“ (1.504 Einsätze) dank eines hochmodernen Night-Vision-Imaging-Systems (NVIS) auch nachts fliegen. Zudem ist der Hubschrauber mit einer Winde ausgestattet, die es ermöglicht, Menschen aus schwer zugänglichen Bereichen wie Wäldern, auf Gewässern oder in Hochwassergebieten schnell zu retten. Im vergangenen Jahr rückte „Christoph 26“ zu elf solcher Windeneinsätze aus – dreimal so viele wie im Vorjahr.
Christoph 30 flog über 1.300 Einsätze
Am Standort Wolfenbüttel kam „Christoph 30“ im Jahr 2025 auf insgesamt 1.368 Einsätze, was einen Rückgang im Vergleich zu den 1.522 Einsätzen im Vorjahr bedeutet. Mit 39 Prozent bilden die Herz-Kreislauf-Erkrankungen den häufigsten Einsatzgrund. Traumata machten 25 Prozent der Alarmierungen aus, neurologische Notfälle und sonstige Einsätze lagen jeweils bei 11 Prozent, Atemwegserkrankungen bei 9 und internistische Diagnosen bei 6 Prozent.
Rund 49.000 Einsätze bundesweit
Insgesamt verzeichnete die ADAC Luftrettung 2025 bundesweit 48.908 Einsätze – das sind im Durchschnitt 134 Notfälle pro Tag. Darunter waren 3.314 Flüge in der Dunkelheit, fünf Prozent mehr als im Vorjahr, und 580 hochanspruchsvolle Einsätze mit Rettungswinde, ebenfalls fünf Prozent mehr als 2024.
ADAC Luftrettung: Über 1,3 Millionen Einsätze
Die ADAC Luftrettung gGmbH betreibt 60 Hubschrauber an 37 Stationen und ist damit eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Seit ihrer Gründung wurden über 1,3 Millionen Einsätze durchgeführt. Die Hubschrauber werden über die Notrufnummer 112 angefordert und sind für jeden Patienten einsatzbereit – getreu dem Leitsatz „Gegen die Zeit und für das Leben“.
Seit 2023 ergänzt die ADAC Telenotarzt gGmbH das Angebot durch telemedizinische Notarztdienste. Die Crews werden von der ADAC HEMS Academy ausgebildet, während die ADAC Heliservice GmbH für Wartung und Technik sorgt. Die Luftrettung ist Teil der ADAC Stiftung und setzt damit ein starkes Zeichen für schnelle, kompetente Hilfe in Notfällen.

