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Braunschweig

Riesen-Kran am Braunschweiger Klinikum im Einsatz


Damit der Hubschrauber sicher landen konnte, musste sogar der Kranarm kurzzeitig eingefahren werden. Foto: Jörg Scheibe
Damit der Hubschrauber sicher landen konnte, musste sogar der Kranarm kurzzeitig eingefahren werden. Foto: Jörg Scheibe

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23.01.2017

Ein Umbauprojekt mit gigantischen Dimensionen am Klinikum Braunschweig: Beim Austausch von Kühlaggregaten im Funktionstrakt am Klinikum-Standort Salzdahlumer Straße kam einer der größten Radladekräne Norddeutschlands zum Einsatz.



Die Aufgabenstellung des Krans für die tonnenschwere Last lautete: Überwindung einer Höhe und eines Schwenkbereichs von jeweils 55 Metern. „So etwas haben wir auch nicht alle Tage, das war als Herausforderung ein echtes Highlight“, freut sich Ingo Partsch, zuständiger Projektleiter der Abteilung Haus- und Betriebstechnik des Geschäftsbereichs Bau und Technik. Knapp eine Million Euro hat der Austausch der Kühlaggregate gekostet. „Die alten Kühltürme stammten aus dem Jahr 1980, und die Kältemaschinen wurden 1996 zuletzt ausgetauscht“, erläutert Partsch. Neben dem Alter der Anlage wurden zusehends auch die verschärften Anforderungen an den Brandschutz sowie an die Hygiene für Kühltürme ein Thema, so dass statt des Austausches des Kühlturmes mitsamt den Kunststoffleitungen auch eine Erneuerung der Gesamtanlage ins Kalkül gezogen wurde. „Letztlich haben wir uns dann aus wirtschaftlichen Erwägungen dazu entschlossen, die ganze Anlage auszutauschen“, so der Projektleiter weiter.


Ein interessanter Anblick. Foto:


Eine logistische Meisterleistung


Besonders im Sommer ist die Kühlung des Funktionstraktes mit seinen OP-Sälen, Ambulanzen und der Intensivstation enorm wichtig. Weil die Lüftungsanlage die Luft aus der Umgebung des Gebäudes ansaugt, muss deren Temperatur für die medizinisch sensiblen Innenräume heruntergekühlt werden. Das geschieht durch den kombinierten Einsatz von Kältemaschinen und Rückkühlern. Jeweils vier neue Aggregate mussten in den Funktionstrakt eingepasst werden. Statt wie früher im Keller stehen die Anlagen nun im dritten Obergeschoss. Eingelassen wurden sie mittels Riesen-Kran von oben durchs Dach. Auch vom Gewicht und den Abmessungen der Geräte her war das eine logistische Meisterleistung. „Da sich im Schwenkbereich des Krans auch der Hubschrauberlandeplatz befindet, musste bei einem Anflug des Rettungshubschraubers einmal sogar der ganze Kranarm zuvor eingefahren werden“, erinnert sich Ingo Partsch.


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