RKI lockert Testkriterien - doch die Kapazitäten sind stark begrenzt

Die Testkapazitäten seien weiterhin begrenzt und müssten gezielt eingesetzt werden. Wer nur milde erkrankt sei, solle zu Hause bleiben und Kontakt zu anderen meiden, Abstand halten.

von Werner Heise


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Symbolbild Foto: Matteo Fusco on Unsplash

Region. Das Robert Koch Institut (RKI) passt die Kriterien an, nach denen Menschen auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet werden sollen. Das teilte Professor Dr. Lothar H. Wieler, Präsident des RKI, am heutigen Mittwochvormittag mit. Prinzipiell gelte jedoch weiterhin, dass nur Personen getestet werden, die auch Symptome zeigen. Das Kriterium, dass die zu testende Person in einem Risikogebiet gewesen sein muss, mache mit Blick auf die weltweite Ausbreitung keinen Sinn mehr und entfalle ab sofort.


"Wir sind am Anfang der Epidemie. Es ist noch völlig offen, wie sich die Epidemie weiter entwickelt und natürlich steigt auch in Deutschland die Anzahl der Todesfälle", erläuterte Wieler die Situation in der Corona-Krise. Die in Deutschland mit dem Virus infizierten Personen sind nach den bisher bekannten Zahlen im Durchschnitt 45 Jahre alt, die Verstorbenen durchschnittlich 81 Jahre. Der RKI-Präsident machte aber auch klar, dass selbst junge Menschen nicht von einer Erkrankung verschont blieben. Selbst schwere Verläufe seien möglich, eben nur nicht in der Häufigkeit, wie es andere Altersgruppen treffe.

Die Testkapazitäten seien weiterhin begrenzt und müssten gezielt eingesetzt werden. Wer nur milde erkrankt sei, solle zu Hause bleiben und Kontakt zu anderen meiden, Abstand halten. Die letztendliche Entscheidung über einen Test treffe der jeweils behandelnde Arzt.


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