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Rucksack-Projekt des Kinder- und Familienzentrums Karlstraße

von Max Förster


Vertreter der Curt-Mast Jägermeister Stiftung, die KiFaZ-Leiterin und Kinder des Rucksack-Projektes. im Hintergrund: Christoph Helm (Vorstand Curt-Mast Jägermeister Stiftung) und Manja Puschnerus (Geschäftsführerin der Stiftung) sowie die KiFaZ-Leiterin Claudia Dreischhoff mit den Kindern (von links): Finn, Amy, Laura und Finja.
Vertreter der Curt-Mast Jägermeister Stiftung, die KiFaZ-Leiterin und Kinder des Rucksack-Projektes. im Hintergrund: Christoph Helm (Vorstand Curt-Mast Jägermeister Stiftung) und Manja Puschnerus (Geschäftsführerin der Stiftung) sowie die KiFaZ-Leiterin Claudia Dreischhoff mit den Kindern (von links): Finn, Amy, Laura und Finja. Foto: Max Förster

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07.12.2015




Wolfenbüttel. Am heutigen Montag stellte das Kinder- und Familienzentrum (KiFaZ) Karlstraße das Rucksack-Projekt vor. Das Programm richtet sich an Eltern ohne und mit Migrationshintergrund und ihre Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren. Das Projekt habe zum einen die allgemeine sprachliche Bildung der Kinder und zum anderen die Förderung der Eltern hinsichtlich einer optimalen Entwicklung ihrer Kinder zum Ziel, erklärte die Leiterin des KiFaZ Claudia Dreischhoff.

Die Sprachförderung der Kinder erfolge anhand von Themen, wie beispielsweise Körper, Kleidung, Gruppe, Bewegung, Ernährung, Familie, Tiere und Medien. Die Kinder würden hierbei von den Eltern in der Herkunftssprache und von den Erzieherinnen und Erziehern in der deutschen Sprache gefördert, erklärt die Leiterin des KiFaZ Claudia Dreischhoff. Aber nicht nur die Kinder sollen von dem Rucksack-Projekt profitieren, sondern auch die Eltern beziehungsweise die Mütter der Kinder. So sollen die Mütter hautnah erfahren, wie sie ihre Kinder in ihrer Entwicklung optimal fördern können.

Ziele des Rucksack-Projektes


Mit Hilfe der Nutzung der Erstsprache soll somit einerseits die Mehrsprachigkeit und Entwicklung der Kinder gefördert und andererseits die Erziehungs- und Sozialkompetenz sowie das Selbstwertgefühl der Mütter gestärkt werden. Ferner spiele der Integrationsgedanke eine bedeutende Rolle. So soll die interkulturelle Pädagogik und das Mehrsprachenkonzept der Einrichtung ingesamt gestärkt werden.

Wie funktioniert das Rucksack-Prinzip?


Damit die Bildung von Müttern und deren Kindern funktionieren kann, bedürfe es aber qualifizierter Leute. Die Eltern werden hierbei von ausgebildeten Elternbegleiterinnen betreut. Diese durchlaufen eine 30-stündige Ausbildung, in denen sie soziale und pädagogische Kompetenzen auf einem niederschwelligen Niveau erhalten. Für die Theorie ist die Sozialpädagogin und Erziehungswissenschaftlerin Renate Schenk zuständig. Hier sollen die künftigen Begleiterinnen lernen, wie man beispielsweise eine Gruppe führt, wie Begrüßungen ablaufen oder wie Sprachentwicklung funktioniert. In der Praxis werden die Mütter von bereits ausgebildeten Elternbegleiterinnen geschult, sagte die Leiterin. Zehn weitere Mütter sollen im Januar ihre Ausbildung als Elternbegleiter beginnen. Näheres erklärt Claudia Dreischhoff im folgenden Video:


Unterstützer des Projektes


Die Durchführung des Projektes bedürfe, wie andere Projekte auch, finanzieller Mittel. "Die Materialien müssen beschafft und Honorargelder bezahlt werden", so die Leiterin. An dieser Stelle zeigte sich die KiFaZ-Leiterin dankbar für die gute Zusammenarbeit mit der Curt-Jägermeister Stiftung. "Integration ist ein zentrales Thema und ein Schlüsselprojekt", erklärte Christoph Helm vom Vorstand der Stiftung. Mit der KiFaZ habe man den passenden Partner gefunden, so Christoph Helm. Durch die Nähe zur Gemeinschaftsunterkunft und der Vernetzung mit anderen Institutionen sehe man hier gute Chancen für das Rucksack-Projekt.

Über sechs ausgebildete Elternbegleiterinnen könne man sich schon freuen, die nächsten zehn haben bereits ihr Interesse bekundet und könnten bei erfolgreicher Zertifizierung bereits ab August ihre Tätigkeit aufnehmen.


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