Salzgitter. Fünf Persönlichkeiten aus Salzgitter hat die Stadt jetzt zu neuen Ehrenbürgern ernannt. Sie alle wurden von Oberbürgermeister Frank Klingebiel oder von Stadtratsfraktionen vorgeschlagen, für alle fünf fiel die Wahl im Ältestenrat einstimmig aus. Auch der Rat der Stadt hatte in seiner Sitzung im Oktober einstimmig diese neuen Würdenträger bestätigt.
Die neuen Ehrenbürger der Stadt Salzgitter sind: Peter-Jürgen Schneider, Wolfgang Schneider, Werner Kubitza, Angelika Stramiello und Jürgen Hattop. Das berichtet die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.
Peter-Jürgen Schneider war das überregionale Gesicht Salzgitters
Über Peter-Jürgen Schneider, ein gebürtiger Salzgitteraner und ehemaliger Personalvorstand der Salzgitter AG sowie ehemaliger niedersächsischer Finanzminister, sagte Oberbürgermeister Klingebiel: „Peter-Jürgen Schneider ist das überregionale Gesicht Salzgitters. Er hat eine beispiellose berufliche und politische Karriere gemacht, bei der er immer auch die positive Entwicklung seiner Heimatstadt Salzgitter im Blick hatte. Er war und ist ein Macher, der die Ärmel hochkrempelt und handelt, und gleichzeitig ein Visionär, der nicht müde wird, nach vorne zu blicken, Ideen zu entwickeln und diese auf die Straße zu bringen."
Zu den wichtigsten Projekten für die Stadt, die Schneider mit entwickelt und realisiert habe, zählten lut Klingebiel: der finale Standort der Ostfalia Hochschule, die freiwillige Umsiedlung der Bürgerschaft in Watenstedt, die Einbringung der Wohnungen der unternehmenseigenen Glück Auf Immobilien GmbH der Salzgitter AG in die städtische Wohnungsbaugesellschaft Salzgitter mbH als gemeinsame Wohnungsbaugesellschaft und BONA SZ.
Klingebiel würdigte zudem das langjährige und intensive Engagement von Werner Kubitza für den Industriestandort Salzgitter und die Arbeitsplatzsicherheit . „Werner Kubitza ging in Krisenzeiten zum Wohle der Menschen über seine Belastungsgrenzen hinaus. So zum Beispiel beim drohenden Verkauf unserer „Stahlwerke“ als Herz unserer Stadt, der u.a. auch durch sein unermüdliches Engagement und beherztes Tätigwerden verhindert werden konnte. Er war zwölf Jahre 1. Bevollmächtigter der IG Metall Salzgitter - Peine, der sich aufopferungsvoll um die Belange der Belegschaften und die positive wirtschaftliche Fortentwicklung insbesondere unserer großen Industriebetriebe kümmerte. Das war nicht nur sein Job, sondern seine Berufung aus Leidenschaft.“
Über Wolfgang Schneider sagte Salzgitters Erster Bürgermeister Stefan Klein: „Wolfgang Schneider war 30 Jahre im Rat der Stadt Salzgitter, davon zwölf Jahre als Fraktionsvorsitzender. Er schafft es, die Menschen mitzunehmen, ist hart in der Sache, aber fair im Miteinander. Ihm lag und liegt die positive Entwicklung unserer Stadt und der Region am Herzen. Das zeigen auch 34 Jahre ehrenamtliche Arbeit in der Verbandsversammlung des Regionalverbandes.“
Der Zweite Bürgermeister Christian Striese hielt die Laudatio auf Angelika Stramiello, die von 1979 das Frauenhaus ins Leben gerufen hatte und dieses bis 2010 leitete. „Sie war Gründungsmutter und Ideengeberin für unser Frauenhaus, welches seinerzeit das dritte seiner Art in ganz Deutschland war. Ihr ist es zu verdanken, dass Frauen in Not dort Zuflucht vor ihren Peinigern, Hilfe und Unterstützung fanden und finden. Und ihr ist es zu verdanken, dass das Thema Gewalt gegen Frauen heute deutlich bekannter ist, als noch in den 1970er-Jahren. Sie hat Salzgitter und unsere Welt ein bisschen besser gemacht.“
Über Jürgen Hattop sagte Klingebiel: „Jürgen Hattop und seiner verstorbenen Frau Helga lagen immer das Gemeinwohl unserer Stadt Salzgitter am Herzen. Jürgen Hattop engagierte sich 20 Jahre ehrenamtlich als Ratsmitglied für die Belange unserer Bürgerschaft. Mit der von den Eheleuten nach dem Verkauf ihrer Apotheke in 2011 vom Verkaufserlös gegründeten Stiftung konnten und können sie noch heute viel Gutes in unserer Stadt bewirken. Ihr Lebenswerk ist ein gutes Beispiel dafür, was mit freiwilligen, ehrenamtlichen Engagement in unserer Stadt möglich ist.“

