Entsteht auf diesem Sportplatz ein Neubaugebiet?

Die Stadt Salzgitter will in einem Dorf für eine brachliegende Fläche einen Bebauungsplan aufstellen.

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Der Sportplatz in Groß Mahner soll zum Baugebiet werden.
Der Sportplatz in Groß Mahner soll zum Baugebiet werden. | Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. Wie viele Einfamilienhäuser passen eigentlich auf einen Fußballplatz? Diese Frage könnte bald die Stadt Salzgitter im Dorf Groß Mahner beantworten. Denn ein Beschlussvorschlag der Verwaltung sieht vor, dort den Sportplatz, auf dem einst die Kicker des RSV Groß Mahner unterwegs waren, in ein Baugebiet umzuwandeln.



Der Hintergrund: Der Sportverein hat sich inzwischen aufgelöst. Sport auf dem Rasenplatz erfahre – laut einer Begründung der Verwaltung – nur noch eine geringe Nachfrage. Auf der anderen Seite gebe es aber eine Nachfrage nach Wohnbauplätzen für Einfamilienhäuser im Ort. Das Angebot dafür: nur knapp. Daher sieht die Beschlussvorlage der Stadtverwaltung vor, die Nutzung als Sportplatz dort aufzugeben und für die Fläche einen Bebauungsplan aufzustellen.

Zwölf Einfamilien- und Reihenhausgrundstücke sollen entstehen


Auf dem brachliegenden Sportplatz soll also eine Nachverdichtung stattfinden. So müssten nicht andere Flächen als Bauland und für den Anschluss an den Straßenverkehr in Anspruch genommen werden. Die Stadt sieht somit vor, zur Entwicklung eines neuen Baugebiets mit bis zu zwölf Einfamilien- und Reihenhausgrundstücken den Bebauungsplan "Ehemaliger Sportplatz" aufzustellen.


Die Fläche befindet sich westlich der Straße Nordring und nördlich der Straße Am Sportplatz und werde westlich sowie nördlich durch Wohnbebauung begrenzt. Die Aufstellung des Bebauungsplans sei laut Stadt erforderlich, damit das etwa 7.700 m² große Gebiet verkehrstechnisch erschlossen und gegliedert werden könne.

Das Ziel der Planung sei die Festsetzung eines dörflichen Wohngebiets mit einer internen Erschließung. Zudem sei auf der Fläche auch eine Sportanlage vorgesehen.

Die Beschlussvorlage ist noch am Anfang ihrer Tour durch die städtischen Ausschüsse, hat aber, nachdem Nachbesserungen eingepflegt worden waren, die erste Hürde im Ortsrat Süd bereits genommen. Der Ortsrat hatte bei einer Abstimmung mehrheitlich empfohlen, der Beschlussvorlage der Verwaltung zu folgen. Als Nächstes wird im städtischen Umweltausschuss am 10. Februar darüber beraten.