Entsteht bald eine 55 Meter lange Rampe am Salzgittersee?

Es geht dabei um den barrierefreien Zugang zur Hundewiese am Westufer.

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Der Salzgittersee dient der Naherholung (Archivbild).
Der Salzgittersee dient der Naherholung (Archivbild). | Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. Das Westufer des Salzgittersees ist nicht nur Naherholungsgebiet für Wassersportler, sondern auch für Vierbeiner. Schließlich gibt es dort eine gut 1.000 Quadratmeter große Hundewiese. Um diese künftig auch für Menschen barrierefrei zugänglich zu machen, könnte sich eine 55 Meter lange Rampe anbieten.



Ein entsprechender Beschlussvorschlag wurde jetzt von der Ratsgruppe Grüne/Die Partei eingereicht. "Der Zugang zur Hundewiese am Westufer des Salzgittersees wird barrierefrei ausgebaut", heißt es in diesem Vorschlag, der kommende Woche zunächst im Seniorenbeirat und im Beirat für Menschen mit Behinderungen auf der Tagesordnung steht.

70.000 Euro wird die Rampe mindestens kosten


Die Ratsgruppe hatte im Vorjahr die Anfrage an die Verwaltung gestellt, wie der Zugang zur Hundewiese barrierefrei gestaltet werden könnte. Aus der Antwort ging hervor, dass dafür eine circa 55 Meter lange Rampe inklusive Zwischenpodesten und Handläufen erforderlich sei, um einen Höhenunterschied von etwa 2,50 Metern auszugleichen. Die Kosten dafür schätzte die Verwaltung auf mindestens 70.000 Euro.

Der barrierefreie Ausbau an der Stelle sei ein sinnvoller, verhältnismäßiger und notwendiger Schritt, um Chancengleichheit, soziale Teilhabe und eine inklusive Nutzung des öffentlichen Raums zu gewährleisten, heißt es in der Begründung zum Beschlussvorschlag. Bislang sei die Wiese schließlich für Menschen im Rollstuhl, mit Rollator oder Kinderwagen eben nicht zugänglich.

Inklusion: Fehlanzeige – heiße es somit an dieser Stelle. Schließlich gehe es dabei um die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am öffentlichen Leben. Öffentliche Grün- und Erholungsflächen müssten daher so gestaltet sein, dass sie unabhängig von körperlichen Einschränkungen genutzt werden können. Dies gelte ausdrücklich auch für Freizeitangebote, die der Erholung, sozialen Teilhabe und Lebensqualität dienen, so die Gruppe.

Menschen mit Einschränkungen werden derzeit ausgeschlossen


Dazu zählt der Salzgittersee in ganz besonderer Weise – und eben auch die Hundewiese am Westufer. Und genau dort – so heißt es in der Begründung – werden Menschen mit Mobilitätseinschränkungen derzeit faktisch von der Nutzung ausgeschlossen.

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