Salzgitter. Eine Bande aggressiver Jugendlicher treibt ihr Unwesen in Salzgitter-Thiede, begeht regelmäßig Straftaten und verunsichert die Bevölkerung. Diese Nachricht ging Ende Januar um, nachdem die Polizei um Hinweise gebeten hatte. Hat sich die Sicherheitslage im Stadtteil seitdem verbessert?
Es hatte einige Außenstehende vielleicht doch etwas überrascht: Ausgerechnet im beschaulichen Thiede soll eine Bande aggressiver pubertierender Teenager für Angst und Schrecken sorgen? Es seien vor allem Meldungen aus der Bevölkerung von "fehlendem subjektivem Sicherheitsgefühl" gewesen, die die Polizei auf den Plan riefen, erklärt jetzt Matthis Pintak, Pressesprecher der Polizei Salzgitter, im Gespräch mit regionalHeute.de und betont zugleich: "Wir nehmen das sehr ernst. Die Bürger sollen sich sicher fühlen." Pintak erklärt aber auch: "Thiede ist sicher!"
Ermittler haben drei Bandenmitglieder ermittelt
Dazu beitragen soll auch eine eigene Ermittlungsgruppe, die die Polizei Salzgitter für dieses Thema eingerichtet habe und die von Lebenstedt aus aktiv und der Jugendgang auf der Spur ist. "Drei Jugendliche konnten wir bereits ermitteln", berichtet Pintak. Nun gehe es unter anderem auch darum, zu prüfen, für welche Straftaten diese Personen verantwortlich gemacht werden können.
Bei ihrem Aufruf zur Mithilfe Ende Januar hatte die Polizei zudem noch von vier Jugendlichen gesprochen. Da drei ermittelt seien, fragt sich, ob der vierte noch gesucht werde. Pintak stellt klar, dass sich die genaue Anzahl der Bandenmitglieder nicht sagen lasse. "Es könnten auch mehr als vier sein", sagt der Polizeisprecher.
Die Anzahl der Straftaten, die der Bande zugeschrieben werden, lasse sich derzeit ebenfalls nicht genau beziffern. Es geht dabei größtenteils wohl um Beleidigungen und Bedrohungen, aber auch um körperliche Übergriffe.
Polizei zeigt Präsenz
Thiede sei sicher, die Ermittlungen und Präventionsmaßnahmen der Polizei laufen aber unbeirrt weiter. Die Polizei zeige verstärkt Präsenz und komme mit den Menschen vor Ort ins Gespräch. Pintak betont: "Wenn die Leute etwas sehen, was verdächtig ist, sollen sie sofort anrufen. Dann können wir auch sofort handeln." Dabei empfiehlt der Polizeibeamte, die 110 anzurufen, damit direkt ein Streifenwagen zum entsprechenden Ort losgeschickt werden kann.

