Salzgitter. Jahrzehntelang gelangten von ihr Schadstoffe ins Grundwasser: Die Industriestraße Nord in Salzgitter-Beddingen war seit ihrem Bau in den 1970er Jahren mit Cyanid belastet. Die Sanierung der Straße, die bereits einige Jahre zurückliegt, habe aber dafür gesorgt, dass weniger von dem Gift nachgewiesen werden kann – das geht jetzt aus einer Antwort der Stadtverwaltung im Rat der Ortschaft Nordost hervor.
Die Cyanidbelastung im Grundwasser von Salzgitter-Beddingen sei nach der Sanierung der Industriestraße Nord deutlich zurückgegangen – so lautet die Antwort aus dem Rathaus auf eine entsprechende Anfrage des Ortsrats.
Klar abnehmbarer Trend erkennbar
So zeige sich demnach insgesamt ein klar abnehmender Trend. Dabei würden teilweise nicht unerhebliche Schwankungen der Messwerte auftreten, die auf veränderte hydrogeologische Randbedingungen sowie klimatische Einflüsse zurückzuführen seien. Vorübergehend erhöhte Werte lägen deutlich unter der Ausgangsbelastung und normalisierten sich im weiteren Verlauf, heißt es in der Antwort der Stadt.
Dabei gebe es bei den Messungen noch Unterschiede zwischen zwei Grundwasserstockwerken, von denen eins 20 Meter tiefer liegt als das andere. Im tieferen Grundwasser werden die Grenzwerte dauerhaft unterschritten, teilt die Stadt mit.
Weiter oben im Boden "werden die Maßnahmenschwellenwerte in mehreren Messstellen bereits dauerhaft oder zumindest zeitweise eingehalten." Das Sanierungsziel von unter 100 µg/l für Cyanide werde bereits in Teilen erreicht. Die Untersuchungen werden bis zur vollständigen Einhaltung fortgeführt.
Sanierungsplan seit 2003
Für die Industriestraße Nord sei bereits 2003 ein Sanierungsplan für verbindlich erklärt worden, der die Senkung der "Schutzgutexposition unter die Gefahrenschwelle als übergeordnetes Ziel umfasst", heißt es vonseiten der Stadt. Dabei stehe die Reduzierung der Schadstoffeinträge in das Grundwasser im Vordergrund. Dabei haben sich die Verantwortlichen auf Maßnahmenschwellenwerte konzentriert, die auf Empfehlungen entsprechender Bundesbehörden zurückgehen.

