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Jungtierschutz: Reitwartin sucht mit Freiwilligen nach Rehkitzen

von Kathrin Kühn


Reitwartin sucht mit Freiwilligen nach Rehkitzen, um sie vor dem Mähen zu schützen. Foto: Rudolf Karliczek
Reitwartin sucht mit Freiwilligen nach Rehkitzen, um sie vor dem Mähen zu schützen. Foto: Rudolf Karliczek Foto: Rudolf Karliczek

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02.07.2019

Salzgitter. Im letzten Jahr ist die Wiese vor der Reitanlage in Salzgitter-Salder zu früh gemäht worden. Dadurch kam ein Rehkitz auf qualvolle Weise ums Leben, da die Trecker das Junge übersehen hatten. Um dies zu verhindern hat Reitwartin Birgit Lehne eine Aktion auf die Beine gestellt, mit der die Rehmütter vorgewarnt werden sollen und vor dem Mähen ihre Kitze von der Weide wegrufen sollen. Im Gespräch mit regionalHeute.de schildert sie ihre Aktion vom Montagabend.


"Wir treffen uns mit 15,20 Leuten auf der Wiese um mit Hunden und Flatterbändern nach den Kitzen zu suchen. Die Flatterbänder sorgen für Unruhe auf der Weide. Diese Unruhe spüren die Rehmütter und rufen ihre Kitze von der Weide ab. Auf diese Weise verhindern wir, dass wieder Kitze ums Leben kommen.", so Lehne.

Tierarzt Bernhard Böer betont die Wichtigkeit, solcher Suchaktionen, denn "Rehkitze bleiben normalerweise den ganzen Tag lang auf der Wiese und warten darauf, dass ihre Mutter zum Säugen kommt.Außerdem verfügen die Kitze über keinen natürlichen Fluchtimpuls, sodass sie bei Gefahr nicht weglaufen, sondern sich in der Wiese tarnen. So werden sie für die Trecker noch unsichtbarer als vorher und laufen Gefahr mit dem Gras abgemäht zu werden."


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