Kickbox Weltmeister trainiert Jugendliche in Salzgitter beim CJD


Dörrer (mitte) ist ein Mann, der sich nicht leicht unterkriegen lässt. Dies vermittelte er auch den Jugendlichen. Foto: CJD
Dörrer (mitte) ist ein Mann, der sich nicht leicht unterkriegen lässt. Dies vermittelte er auch den Jugendlichen. Foto: CJD Foto: CJD

Salzgitter. Am Dienstag kam der zehnfache und amtierende Weltmeister im Kickboxen, Daniel Dörrer, zum Christliches Jugenddorfwerk (CJD) und trainierte Jugendliche am Standort Salzgitter. Im Fokus standen Jugendliche unter 25 Jahren ohne Ausbildung. Im Rahmen des Programms zur beruflichen Bildung vermittelte Dörrer ihnen vor allem eines: Kampfgeist!


"Niederlagen sind für mich vor allem wertvoll", antwortet Daniel Dörrer (32) auf die Frage nach seiner größten sportlichen Schlappe und überrascht damit nicht nur die im Programm der Beruflichen Bildung betreuten Jugendlichen sowie ihre Leitung Maren Hasselbring. "Ich habe aus ihnen mehr als aus meinen erfolgreichen Kämpfen gelernt und stets nach vorne geschaut." Und das ist dem aktuellen und mittlerweile zehnfachen Weltmeister im Kickboxen nachweislich gelungen.

Doch nicht nur über seine Rückschläge sprach der gebürtige Ellwanger bei seinem Besuch im Programm des CJD Niedersachen Süd-Ost, welches sich im Auftrag des Jobcenter Salzgitter für junge Menschen unter 25 Jahre und ohne eine berufliche Ausbildung richtet. Doch auch in diesem Moment verließ Dörrer auch nicht seine durchweg positive Ausstrahlung. Die Bedeutung von Zielstrebigkeit und Fokussierung, Geduld, Disziplin und Konzentration - das sind Werte über die der frisch gebackene Weltmeister, im August gewann er in New York den Titel, sichtbar gerne spricht. Und mit Metaphern aus seinem eigenen Lebensweg veranschaulicht. Genauso merkt man ihm die Dankbarkeit dafür an, seine Leidenschaft zum Beruf machen zu können. Im Alter von sieben Jahren begann der mittlerweile studierte Sport- und Deutschlehrer als Autodidakt mit Taekwondo: "momentan kann ich noch aktiv Kampfsport betreiben, nach meiner aktiven Karriere wird es dann Zeit, Lehrer zu werden". Und auch Regen oder tiefster Schnee hielt ihn später nicht davon ab, teilweise auf Feldwegen die über 7 km lange Strecke zum Training mit dem Fahrrad zu fahren.

Freude beim CJD


"Wir haben uns sehr über den Besuch von Daniel gefreut", resümiert Maren Hasselbring, Bereichsleiterin Berufliche Bildung im CJD Niedersachsen Süd-Ost, den Tag. "Denn auch wenn es unser Ziel ist, unsere Jugendlichen in besonderen Kursen persönlich und fachlich weiter zu entwickeln. Von einem gleichermaßen erfolgreichen Sportler und sympathischen Menschen wie Daniel mitgeteilt zu bekommen, wie bedeutsam auch für ihn die Werte und Ziele sind, die wir unseren Jugendlichen schlussendlich vermitteln wollen, hilft uns auch in unserer täglichen Arbeit mit ihnen enorm."

Unterstützt wurde der Besuch am Dienstag den 5. September vom SV ZUKUNFT. Das Grundziel des 2007 in Bayern gegründeten gemeinnützigen Vereins ist es, Persönlichkeitsentwicklung über die Metapher Profisport zu fördern. Zum Team gehören neben Dörrer auch der Fußballtrainer Markus Weinzierl oder die Skifahrerin Michaela Gerg. Unterstützt wird die Initiative von der Merck-Finck-Stiftung. Mehr über dem Verein im Internet unter www.sv-zukunft.de.


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