Salzgitter. Am gestrigen Sonntagabend, gegen 19:30 Uhr, kam es in der Gleiwitzer Straße in Lebenstedt zu einem größeren Polizeieinsatz. Die Polizei war mit mehreren Fahrzeugen vor Ort und holte auch Gegenstände aus dem Mehrfamilienhaus. Gerüchteweise soll am Tag zuvor ein Schussgeräusch aus dem gleichen Haus gehört worden sein. regionalHeute.de fragte nach.
Mindestens sechs Polizei-Transporter, vermummte Beamte sowie ein Transporter der Spurensicherung waren vor Ort. Der Eingang des Mehrfamilienhauses wurde zeitweise bewacht. Zwei zivile Beamte trugen eine Kiste aus dem Haus und verluden sie im Fahrzeug der Spurensicherung. Eine Nachbarin berichtete von mutmaßlichen Schussgeräuschen am Vortag. Etwa um 20 Uhr rückte ein Großteil der Kräfte ab.
Das sagt die Staatsanwaltschaft
Auf Anfrage, was denn los gewesen sei, verweist die Polizei direkt an die Staatsanwaltschaft Braunschweig. Die erklärt am Montag: "Der gestrige Polizeieinsatz erfolgte vor dem Hintergrund einer möglichen Bedrohung einer Person mittels Schusswaffe. Daher waren auch Spezialeinsatzkräfte der Polizei angefordert worden und im Einsatz."
Demnach habe es sich um einen Fall häuslicher Gewalt gehandelt, in dessen Verlauf die vier Beschuldigten den neuen Partner der Ex-Frau eines der Beschuldigten bedroht haben sollen. "Letztlich konnte aber keine Waffe aufgefunden werden", erklärt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zwei der Beschuldigten seien noch bis Dienstag in Verhinderungsgewahrsam genommen worden.


