Salzgitter AG übernimmt Unternehmen für Sicherheitsstahl

Die Thyrolf & Uhle GmbH aus Sachsen-Anhalt soll das Angebot des Konzerns im Bereich der Verteidigungsindustrie erweitern. Die Transaktion steht allerdings noch unter Vorbehalt.

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Symbolbild | Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. Die Salzgitter AG erweitert mit dem strategischen Zukauf der mittelständischen und traditionsreichen Thyrolf & Uhle GmbH ihr Portfolio im Zukunftsfeld Sicherheits- und Verteidigungsindustrie - dem sogenannten Defence-Markt. Am Unternehmenssitz in Dessau-Roßlau wird bereits seit 1859 Metall in allen Formen und Variationen mit umfassender Werkstoffkompetenz bearbeitet, heißt es in einer Pressemitteilung der Salzgitter AG.



Aktuell stehen rund 100 qualifizierte Mitarbeiter für eine hohe Qualität und Expertise im Stahlbau, Komponentenbau sowie der Blechverarbeitung. Über 12.000 Tonnen Stahl können an dem Standort pro Jahr verarbeitet werden. Damit gehöre Thyrolf & Uhle zu den leistungsfähigen Spezialisten seiner Branche.

Die notwendigen Zertifizierungen


Für den Salzgitter-Konzern sei die Akquisition von Thyrolf & Uhle eine Kompetenzerweiterung, da das Unternehmen über die notwendigen Zertifizierungen zur Bearbeitung von Teilen aus Sicherheitsstählen gemäß TL-2350-0000 sowie über die Herstellerqualifikation nach DIN 2303 Q3 BK verfüge. Damit könne der wachsende Defence-Markt besser bedient werden.

Thyrolf & Uhle verarbeitet unter anderem Sicherheitsstähle in den Güten Secure 400, 450, 500 und 600 und ist einer der Hersteller von Stahlkomponenten und Baugruppen für den Infrastrukturschutz sowie für den zivilen und militärischen Fahrzeugbau, der in Deutschland und Europa durch die geopolitischen Veränderungen der vergangenen Jahre immer mehr an Bedeutung gewinnt. Thyrolf & Uhle biete alle Leistungen rund um Stahl- und Komponentenbau an und ergänze damit perfekt das bestehende Portfolio der Salzgitter AG.

Gezielte Zukäufe in Wachstumsmärkte


„Diese Akquisition ist ein weiterer Schritt unseres aktiven Portfoliomanagements mit gezielten Zukäufen in Wachstumsmärkten. Deutschland und Europa benötigen eine leistungsfähige Defence-Industrie mit einer qualifizierten Werkstoffbasis, um sich in den geopolitischen Verwerfungen zu behaupten. Genau hier stärken wir als Salzgitter AG unser Angebot“, unterstreicht Gunnar Groebler, der Vorstandsvorsitzende der Salzgitter AG, die Bedeutung der Akquisition.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt des Eintritts der vereinbarten Vollzugsvoraussetzungen, insbesondere der behördlichen Freigaben. Über die Übernahmemodalitäten haben die beiden Unternehmen Stillschweigen vereinbart.