Salzgittersee-Beleuchtung kommt - Kritik an Umfang und WLAN

von Nick Wenkel


Die neue Beleuchtung kostet rund 390.000 Euro und soll am kompletten Innenring entlang laufen. Foto: Alexander Panknin
Die neue Beleuchtung kostet rund 390.000 Euro und soll am kompletten Innenring entlang laufen. Foto: Alexander Panknin Foto: Alexander Panknin

Salzgitter. Der Weg am Salzgittersee soll besser beleuchtet werden. Dafür stimmten die Ratsmitglieder mit großer Mehrheit in ihrer gestrigen Sitzung. Der rund 5.000 Meter lange Innenring des Gehweges soll für rund 390.000 Euro mit LED-Leuchten ausgestattet werden. Eine Investition, die vor allem von M.B.S. und Grüne stark kritisiert wird.


„Ich bin ein bisschen erstaunt, dass sich die geschätzten kosten um 115.000 Euro erhöht haben", stellte Stefan Roßmann (M.B.S.) in der gestrigen Sitzung fest. Im Wirtschaftsplan des SRB wurde zunächst mit einer Investition von rund275.000 Euro gerechnet. Roßmann zeigt sich überrascht, dass nun, trotz der Erhöhung, nicht mal Fördermittel in Anspruch genommen werden. Es gebe nämlich Unternehmen, die LED-Straße- und Außenbeleuchtungen für besonders finanzschwache Kommunen zueiner prozentualen Ermäßigung anbieten. Daher formulierte Roßmann einen Änderungsantrag, der eben jene Förderungsmöglichkeiten prüfen soll. Stadtbaurat Michael Tacke betonte, dass ein preislicher Nachlass nur bei einer Umrüstung von konventionellen auf LED-Leuchtmitteln erfolge. Doch der M.B.S.-Ratsherr hielt an seinem Antrag und bekam Unterstützung von den anderen Ratsmitglieder. Die Stadt soll nun prüfen, ob und in welcher Form, Förderungen möglich sind.

Kritik an WLAN-Hotspot am Spielplatz


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Marcel Bürger. Foto:



Weitere Kritik kam von Seiten der Grünen. Zweiter Bürgermeister Marcel Bürger bemängelte neben dem Eingriff in die Natur auch das Gesamtvolumen der neuen Beleuchtung. „Mag sein, dass einige Abschnitte am See eine Beleuchtung benötigen", zeigte sich Bürger verständnisvoll, „ich bezweifle aber stark, dass das die dringendste Maßnahme am Salzgittersee ist", ergänzte er. Vor allem die neuen WLAN-Standorte, die insgesamt rund 60.000 Euro kosten, sinddem Bürgermeister ein Dorn im Auge, insbesondere der am Piratenspielplatz. Obwohl Eltern zunehmend nur Augen für ihr Smartphone und nicht für das eigene Kind hätten, was wiederum häufig in der Kritik stehe, würde die Stadt dies noch indirekt mit dem freien WLAN fördern.


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