Salzgitter. Im Städtischen Museum Schloss Salder hat eines der größten Ausstellungsstücke einen neuen Platz. Der Nachbau des ersten Büssing-Omnibusses von 1904 wurde jetzt in den „Schafstall“ umgesetzt. Er stand zuvor lange Zeit in der „Scheune“. Diese kann aus konservatorischen Gründen aber nicht mehr als Ausstellungsbereich genutzt werden. Das berichtet die Stadt Salzgitter in einer Pressemeldung.
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Für den aufwendigen Transport musste der Omnibus aber erst einmal fit gemacht werden. Durch die lange Standzeit kann er aktuell nicht mehr aus eigener Kraft fahren. Um ihn aus der „Scheune“ heraus zu manövrieren, mussten kleinere Räder aufgesetzt werden, denn für die Tore ist das Gefährt schlicht zu hoch. Schon das Hineinbringen war seinerzeit höchst aufwendig.
Neue Radnaben angefertigt
Das aktuelle Projekt erforderte die Anfertigung neuer Radnaben und gelang dank freundlicher Unterstützung der Firma MAN. Es wurde von Jörg Podehl initiiert und technisch durch Ralf Kolshorn realisiert, der beim Umzug den Bus am Steuer lenkte. Den Transport und die dafür notwendigen Vorarbeiten begleitete tatkräftig das Werkstatt-Team des Museums – erst mit Muskelkraft und dann mit dem Gabelstapler.
Dauerhaft zu besichtigen ist das Fahrzeug momentan leider noch nicht. Die Ausstellungsabteilung im „Schafstall“ wird aktuell aufgefrischt. Die Eröffnung wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2026 erfolgen. Dann gibt es dort neben der Geschichte des Landlebens von 1750 bis 1950 auch viele Ausstellungsstücke mit Salzgitter-Bezug zum Thema Mobilität zu sehen.
Bus soll wieder fahren
Museumsleiter Arne Homann hat noch ein großes Ziel vor Augen: Der Omnibus soll wieder einsatzbereit gemacht werden, um ihn künftig etwa beim Museumsfest wieder fahren zu können.

