Braunschweig. Dramatische Szenen sowie eine starke Zivilcourage gab es am gestrigen Dienstagvormittag im Braunschweiger Hauptbahnhof. Ein 22-jähriger Mann sprang vermutlich in suizidaler Absicht in den Gleisbereich. Dort kam er ins Stolpern und stürzte. Dabei verfehlte er einen gerade einfahrenden Zug auf dem Nachbargleis nur knapp. Das berichtet die Bundespolizeiinspektion Hannover in einer Pressemitteilung.
Der Mann blieb leicht verletzt im Gleisbereich liegen. Dies beobachteten eine Frau (26) und ein Mann (31) aus Salzgitter, die sich ebenfalls auf dem Bahnsteig befanden und zögerten keine Sekunde. Trotz des laufenden Bahnverkehrs im Hauptbahnhof, begaben sie sich geistesgegenwärtig und ohne zu zögern in den Gleisbereich und zogen den jungen Mann zurück auf den Bahnsteig.
Mann im Krankenhaus
Ein zufällig auf dem Weg zum Dienst befindlicher Bundespolizist der Bundespolizeiinspektion Hannover unterstützte die beiden Retter bei der Betreuung des Mannes auf dem Bahnsteig. Alarmierte Rettungskräfte verbrachten den nur leicht verletzten Mann in ein Krankenhaus.
Tragödie verhindert
Nur dank der beherzten Zivilcourage der beiden Passanten habe eine Tragödie im Hauptbahnhof Braunschweig verhindert werden können, so die Bundespolizei. "Lob und Anerkennung für dieses mutige Einschreiten der beiden Retter, die durch ihr beherztes und couragiertes Handeln ein Menschenleben gerettet haben, obwohl dies für sie selbst Lebensgefahr bedeutete", so der Inspektionsleiter der Bundespolizeiinspektion Hannover, Polizeidirektor Martin Kröger.
Auch wenn das beherzte Eingreifen das Leben des 22-Jährigen rettete, warnt die Bundespolizei davor, sich selbst in Gefahr zu bringen, denn auf Bahnanlagen drohten viele Gefahren. Wichtige Hinweise zu Zivilcourage und den Gefahren an Bahnanlagen erhält man
unter https://bundespolizei.de/sicher-im-alltag/zivilcourage-zeigen.

