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Schapen trifft Schapen beim emsländischen Oktoberfest


Das Schapen-Treffen im bayerischen Ambiente. Fotos und Text: Ulrich Volkmann
Das Schapen-Treffen im bayerischen Ambiente. Fotos und Text: Ulrich Volkmann Foto: privat

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03.10.2017

Schapen. Es existiert eine Dörferfreundschaft unter dem Motto "Schapen trifft Schapen" zwischen dem Braunschweiger Stadtteil und einer Gemeinde im Emsland. Kürzlich gab es ein Treffen beim Oktoberfest im Emsland.



Wie nennt sich das, wenn erwachsene Männer in Lederhosen rumlaufen, die Damen Dirndl tragen und alle gemeinsam bei Blasmusik und Stimmungsliedern auf Tischen und Bänken tanzen? Richtig: Oktoberfest! Und wo findet das statt? Wieder richtig: in München… aber eben nicht nur dort. Auch im emsländischen Schapen ist das Oktoberfest mittlerweile eine liebenswerte Tradition geworden.

Neu ist jedoch, dass in diesem Jahr Schapener jeglicher Coleur bei dem Fest präsent waren. Eben die Schapener aus dem Emsland, aber auch die Schapener aus dem Braunschweigischen. Letztere waren der Einladung der „Interessengemeinschaft Dorfleben“ Schapen/EL gefolgt. Eingeladen waren die Vertreter der Schapener (BS) Vereine. Leider waren einige Vereinsvertreter verhindert. Darum war die Delegation nur klein. Neben Bezirksbürgermeister Ulrich Volkmann und seiner Frau Renate, waren als Abordnung des TSV Schapen das Ehepaar Klimmek zu Gast.


Die Braunschweiger Delegation im Emsland. Foto: privat



Der Empfang im Emsland war grandios. Besonders erwähnt werden muss an dieser Stelle der Bürgermeister Karlheinz Schöttmer und seine Frau Marlis. Man kennt sich und entsprechend herzlich war das Wiedersehen. Die Gastfreundschaft der Schöttmers übertraf bei weitem die „normale“ Höflichkeit. Aber auch abends beim eigentlichen Oktoberfest war der Empfang herzlich. Die Braunschweiger Abordnung wurden als Ehrengäste betrachtet und behandelt.

Schon einen Tag vor den Bundestagswahlen kam es dann zu einer ersten schwarz-roten Koalition. Die beiden Bürgermeister, der schwatte Kalle und der rote Ulli, durften gemeinsam das Fass anstechen. Das Experiment gelang. Niemand musste dursten. Als Gastgeschenk überreichte Ulrich Volkmann der Interessengemeinschaft ein Aquarell, das eine Mitbürgerin aus Schapen/BS extra für diesen Anlass gemalt hatte. Natürlich mit Schapener Motiven, dem Schapener Bahnhof und Schäfers Ruh.


Über 500 Gäste


Nach den üblichen (kurzen) Begrüßungsreden ging die Party dann so richtig los. Und es dauerte nicht lange, überhaupt nicht lange, bis, wie geschildert, die Leute auf den Tischen tanzte. Angeheizt von der Blaskapelle Schapen. Blaskapelle, das klingt immer so nach Amateuren, die es gut meinen und ab und zu auch mal einen Ton treffen. Nicht so die Blaskapelle Schapen. Die sind richtig gut. Das Reportoire ist umfangreich. Die Musiker sind sowohl in der Lage eine Weihnachtsmesse zu gestalten, wie auch „nur“ Stimmungsmusik zu machen. Genau diese Stimmungsmusik brachte das Zelt zum kochen. Übrigens, mehr als 500 Bürger hatten den Weg zum Oktoberfest gefunden, davon ein Großteil junge Leute. Als das eine weibliches Gesangduo dann die Kapelle begleitete, brachen alle Dämme. Von norddeutscher Behäbigkeit war hier nichts zu spüren.

Aber ein Bürgermeister ist auch bei einem Fest ein bisschen im Dienst. Die Emsländer waren natürlich neugierig auf ihre Namensvetter aus dem Osten Niedersachsen. So wurde Ulrich Volkmann immer wieder angesprochen und musste Fragen beantworten. Salopp ausgedrückt: Jeder Toilettengang war ein Talkshow.

Schapen ist überall


So kamen viele richtig gute Gespräche zustanden. Der Einfachheit halber fast immer gleich per Du. Eine junge Frau berichtete übrigens von einem netten Erlebnis. Gemeinsam mit einer Freundin war sie auf dem Münchener Oktoberfest. Dort wurden sie von einigen jungen Männern gefragt, ob am Tisch noch Platz sei. Es war, und man kam ins Gespräch. Dabei stellte sich heraus, dass die jungen Männer aus Schapen waren, Schapen bei Braunschweig.

So erhielt das Motto der Dörferfreundschaft „Schapen trifft Schapen“ eine ganz neue Bedeutung. Wie lange die Feier dauerte? Da hüllen sich die Beteiligten in Schweigen. Sagen wir es mal so, die verbleibende Zeit bis zum Öffnen der Wahllokale war nicht sehr groß.

Am Sonntag führte das Ehepaar Schöttmer ihre Gäste dann durch die Ort. Schapen/EL ist wirklich sehenswert.
Zum Schluss waren sich alle einig. Alle freuen sich auf ein Wiedersehen. Dieses mal im braunschweigischen Schapen, denn auch dieser Ort ist sehenswert und liebenswert.


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