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Zentrum für Schmerzmedizin am Städtischen Klinikum Wolfenbüttel lädt zum Informationsabend ein



Schmerzen in Zeiten von Corona

Das Zentrum für Schmerzmedizin am Städtischen Klinikum lädt zum Informationsabend ein.

Das Team der interdisziplinären multimodalen stationären Schmerztherapie um Dr. Léonie Kerper, Dr. Nils Beiser und Christine Wiesner freut sich auf den Austausch mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern (v. li.).
Das Team der interdisziplinären multimodalen stationären Schmerztherapie um Dr. Léonie Kerper, Dr. Nils Beiser und Christine Wiesner freut sich auf den Austausch mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern (v. li.). Foto: Städtisches Klinikum Wolfenbüttel

Wolfenbüttel. Am 7. Juli findet um 18.30 Uhr ein Informationsabend im Konferenzzentrum des Städtischen Klinikums für Betroffene zum Thema „Schmerzen in Zeiten von Corona“ statt. Im Mittelpunkt des Abends stehen verschiedene Themenbereiche wie die Entstehung von Schmerzen, der Einfluss der Corona-Pandemie auf chronische Schmerzerkrankungen, die Therapie im Klinikum sowie das aktuelle Hygienekonzept zum Schutz der Patienten. Im Anschluss besteht Zeit, um offene Fragen zu klären und mit den Vortragenden in Kontakt zu kommen. Dies teilt das Städtische Klinikum in einer Pressemitteilung mit.



„Der Informationsabend wird erstmals als sogenanntes Hybrid-Modell stattfinden. Interessierte sind herzlich eingeladen, vor Ort im Konferenzzentrum des Klinikums, Neuer Weg 51A, teilzunehmen. Aber auch eine Zuschaltung über einen Online-Link von zu Hause aus ist möglich“, so Dr. Nils Beiser, Leiter der Schmerztherapie. Für die Präsenzteilnahme ist der Nachweis einer vollständigen Impfung (durchgeführt spätestens zwei Wochen vor Veranstaltungsdatum), einer überstandenen Corona-Infektion oder eines tagesaktuellen Corona-Schnelltests nötig. Die AHA-Kriterien gelten selbstverständlich weiterhin.

Anmeldung bis 6. Juli


Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wird um eine Anmeldung ausschließlich per Mail gebeten: anmeldung@schmerzzentrum-wf.de. Anmeldeschluss ist der 6. Juli um 11.30 Uhr. Der Online-Link zur Veranstaltung wird den Teilnehmern nach erfolgreicher Anmeldung per Mail zugeschickt. Interessierte sind gebeten bei ihrer Anmeldung anzugeben, ob eine Teilnahme vor Ort oder von zu Hause aus gewünscht ist. Die Teilnahme vor Ort ist auf zwei Personen pro Anmeldung begrenzt. Bei Überschreitung der möglichen Teilnehmerplätze vor Ort zählt die Eingangsreihenfolge der Anmeldungen.



„Da mehr als 23 Millionen Menschen in Deutschland nach Angaben der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. unter immer wiederkehrenden oder chronischen Schmerzen verschiedenster Ursachen leiden, ist die Schmerztherapie auch für unseren Landkreis in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Behandlungszweig unseres Klinikums geworden“, erklärt Dr. Beiser.

Der Leidensdruck ist gestiegen



Fachärzte gingen zukünftig sogar von deutlich mehr Erkrankten aus. Dies liege neben körperlichen Bedingungen auch an den in jüngster Zeit zunehmenden, pandemiebedingten, psychischen Ursachen und Belastungen. Dazu gehören soziale Isolation, Arbeitsplatz- und finanzielle Probleme, familiärer Stress etwa durch Kinderbetreuung und Homeschooling, Angst- und Belastungsstörungen oder Depressionen. Auch für viele bereits von chronischen Schmerzen betroffene Menschen sei der Leidensdruck gestiegen. Denn die notwendigen Einschränkungen führten dazu, dass hilfreiche und stabilisierende Maßnahmen wie die ambulanten und stationären Therapien, Selbsthilfegruppen, Bewegungsangebote oder der regelmäßige Austausch mit dem Freundeskreis stark reduziert wurden und es zum Teil noch sind.

„Komplexe - viele Lebensbereiche umfassende - Erkrankungsbilder benötigen eine dem angepasste, allumfassende Behandlung. Die interdisziplinäre multimodale stationäre Schmerztherapie unseres Hauses bietet eine solche an“, so der Leiter der Schmerztherapie. Das Team der Schmerztherapie sei auch während der Corona-Pandemie tatkräftig und motiviert im Einsatz und freue sich darauf, ihr Wissen zur Behandlung von chronischen Schmerzen mit Betroffenen zu teilen. „In dieser Zeit war es besonders schön zu sehen, wie Menschen, die im Corona-Lockdown sozial isoliert leben mussten, während der Therapie die Kontakte mit anderen sehr zu schätzen wussten – viele sind förmlich aufgeblüht“, berichtet Psychologin Dr. Léonie Kerper. Die Einschränkung der Lebensqualität durch chronische Schmerzen auf ein Maß zu reduzieren, mit dem Betroffene auch im Alltag gut zurechtkommen können, sei Ziel der Therapie. Dies könne laut Oberärztin Stephanie Hoffmann mittels Schmerzreduktion, Medikamentenoptimierung, einem verbesserten Umgang oder auch durch vermehrte Akzeptanz der Erkrankung erreicht werden.


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