Region. Unmittelbar vor der dritten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten der Länder im öffentlichen Dienst ruft die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am 10. Februar in ganz Niedersachsen und Bremen zum Warnstreik auf. Auch die Gewerkschaft der Polizei, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und die IG BAU rufen ihre Mitglieder zu diesem Warnstreik auf, wie es in einer Pressemitteilung von ver.di heißt.
Kundgebungen sind in Hannover und Bremen geplant. Aufgerufen seien alle Kollegen, für die der Tarifvertrag der Länder gilt, darunter Beschäftigte der beiden Unikliniken in Niedersachsen (MHH und UMG), der Landesstraßenbauverwaltungen, der NPorts (landeseigenen Häfen), der Hochschulen und Universitäten und vieler andere Bereiche.
Hintergrund
ver.di fordert für rund 245 100 Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder in Niedersachsen und für die rund 39 000 Beschäftigten im Länderbereich in Bremen sieben Prozent mehr Gehalt im Monat – zur Stärkung der unteren Lohngruppen mindestens aber 300 Euro. Für Nachwuchskräfte sollen die Vergütungen um 200 Euro pro Monat steigen, zudem wird ihre unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert. Studentische Beschäftigte sollen ein tariflich garantiertes Mindeststundenentgelt erhalten. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft die Erhöhung aller Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags im öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) soll zwölf Monate betragen.

