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Schon wieder Betrüger - Falsche Microsoft Mitarbeiter



Helmstedt

Schon wieder Betrüger - Falsche Microsoft Mitarbeiter


Falsche Microsoft Mitarbeiter am Telefon Foto: Anke Donner
Falsche Microsoft Mitarbeiter am Telefon Foto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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Helmstedt. Eine Betrugsmasche macht zurzeit die Runde durch den Landkreis.

So berichtet Polizeiberater Harald Grothe von der Helmstedter Polizei. Am Donnerstag war ein Rentner aus der Samtgemeinde Nord-Elm betroffen. Genauso wie dem 72-jährigen ging es mehreren Betroffenen in den letzten Wochen: Alle erhielten einen Anruf von angeblichen Mitarbeitern der Firma Microsoft oder Windows, die Software-Produkte überprüfen wollten.


Grundsätzlich werden die Anrufer gebeten, den eigenen Computer einzustellen, um eine angebliche Online-Überprüfung des PCs durchzuführen. Hierbei stellte sich entweder heraus, dass der Anrufer auf dem Rechner illegale Programme entdeckt haben will, die nicht lizensiert, also illegal betrieben würden, wofür eine Gebühr in Höhe von mehreren hundert Euro fällig würde.

Zum anderen wurde den Angerufenen mitgeteilt, dass ihre auf dem heimischen PC vorhandenen Programme nicht aktuell seien, wofür die Programmfunktion Fernwartung, die tatsächlich im Betriebssystem Windows vorhanden ist, freigeschaltet werden sollte. Hierdurch hätte der angebliche Microsoft-Mitarbeiter sich frei auf der Festplatte des Opfers umsehen können.

Um die fällige Gebühr einzutreiben, werden die Anrufer aufgefordert, entweder ihre Kreditkartendaten anzugeben oder die Betrogenen sollen sich so genannte Paysafekarten zur Bezahlung beschafften und diese Daten des anonymen elektronischen Zahlungsmittel per Mail mitteilten.

In allen Fällen, erläutert der Polizeihauptkommissar, dürfte es sich nicht um Mitarbeiter der Firma Microsoft gehandelt haben. Daher raten wir, in jedem Fall das Gespräch zu beenden, ohne eigene persönliche Daten, Kreditkartennummern oder Bankverbindungen beim Anruf oder später per Mail mitzuteilen. Zur Sicherheit sollte der eigene PC einem Virenscan mit dem installierten Antivirenprogramm unterzogen werden.

Nähere Hinweise zur Sicherheit am PC sind unter den Internetadressen www.polizei-beratung.de (Internetseite des Programms Polizeiliche Kriminalprävention) oder www.bsi-fuer-buerger.de (Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik) zu erhalten.


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