Wolfenbüttel

Schreibwettbewerb "Mein_Lyrik" - Preisträger gekürt


Schreibwettbewerb "Mein_Lyrik" - Preisträger gekürt. Von links: Ronja Linke, Axel Klingenberg und Mina Sanaam Foto: Privat
Schreibwettbewerb "Mein_Lyrik" - Preisträger gekürt. Von links: Ronja Linke, Axel Klingenberg und Mina Sanaam Foto: Privat Foto: Privat

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18.11.2015


Wolfenbüttel. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung unter dem Motto „Was ich zu geben habe, sind Worte“, die von einer Lesung von acht Teilnehmern und Teilnehmerinnen des Projekts umrahmt wurde, sind am 16. November im AHA-Erlebnismuseum in Wolfenbüttel die Preisträgerinnen und Preisträger des Schreibwettbewerbs "Mein_Lyrik" ausgezeichnet worden.

Im Frühjahr 2015 rief die Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport e.V. den Schreibwettbewerb „Mein_Lyrik“ ins Leben, dessen Name sich an Online-Portale wie „My Space“ oder „My Video“ anlehnt. Das Projekt wird von der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, dem Kulturinstitut der Stadt Braunschweig, der Braunschweigischen Landessparkasse und der Aktion Mensch gefördert. Eine hochkarätige Jury bestehend aus dem Germanisten Dr. Cord-Friedrich Berghahn, dem Musikjournalisten und Buchautor Dr. Frank Schäfer und dem Lehrer und Schriftsteller Klaus Nührig hat nach intensiver Diskussion beschlossen, folgende junge Künstlerinnen und Künstler zu prämieren:

Künstler prämiert


Den dritten Platz teilten sich der Angestellte Sven Olinski (für sein Gedicht „Der Knopf“) und die Schülerin Vanessa Lonau (für ihr Gedicht „Zweifel“). Auf dem zweiten Platz landeten gemeinsam die Studentin Ronja Linke („Was ich zu geben habe“) und der ägyptische Doktorand Mina Samaan („Closed Eyes“). Den ersten Platz belegte die Studentin Frieda Carls für das Gedicht „10“.

Das Siegergedicht


„Sie gibt auf ihn acht, sieben Tage die Woche / Sechs davon muss sie arbeiten / und nur an fünf hat der Kindergarten geöffnet / bis vier Uhr“, heißt es in ihrem Text. „Das Siegergedicht 10“, so Frank Schäfer in seiner Laudatio, „nutzt die serielle Struktur der Zählgeschichte beziehungsweise des Zählreims. Frieda Carls verzichte zwar auf einen Reim und auf gebundene Rede, aber sie beweist dennoch großes formales Bewusstsein. Ästhetisch konsequent fülle sie nämlich die Gedichtform mit einem korrespondierenden Gehalt. In diesem Text, der sich als Kindergedicht ausgibt, werde nichts anderes als Kindheit verhandelt. Und die werde hier tatsächlich zum Problem. Die Pointe, mit der beide Gedichtteile enden, formuliere in ein paar dürren, betont unlyrischen Allerweltsworten ihre Not. Aber dahinter blitze noch etwas anderes auf – die Idee von einem besseren Leben.“

Weitere "Mein_Lyrik"-Veranstaltung


Am 19. November um 19 Uhr findet in der Kunst-, Kultur- und Rockbar im Rebenring 31 in Braunschweig eine weitere "Mein_Lyrik"-Veranstaltung statt, an der unter anderem Frieda Carls, Sonja Domke, Sophie Hüttenrauch, Merle Kirchberger, Ronja Linke, Vanessa Lonau, Louisa Martens, Gudrun Reuse-Gerhard und Mina Samaan lesen werden. Bei der Veranstaltung werden Publikumspreise verliehen, die unter anderem vom Theater Fadenschein, vom Kino C1, vom Aha-Erlebnismuseum, von der Buchhandlung Graff, vom Café Riptide, vom Guten Morgen-Buchladen, vom Verlag Andreas Reiffer und vom KingKingShop gestiftet wurden.


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