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Schutz für Igel soll weitergehen



Braunschweig

Schutz für Igel soll weitergehen

von Robert Braumann


Die neuen Plakate sollen Autofahrer auf Igel aufmerksam machen. Grafik: Sara Landowski
Die neuen Plakate sollen Autofahrer auf Igel aufmerksam machen. Grafik: Sara Landowski

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Braunschweig. Mittlerweile hängen Plakate zum Igelschutz in acht verschiedenen Gebieten in Braunschweig. 2015 wurde die Kampagne gestartet. Neben Melverode sind dies nun auch zusätzlich Lamme (Bruchstieg), Lehndorf (Saarbrückener Straße), Riddagshausen (Ebertallee), Stöckheim (Krögerstraße), die Schuntersiedlung, der Bienroder Weg sowie die Eisenbütteler Straße, weil dort jeweils Igelbeobachter darum gebeten hatten.

Melverode wurde als erstes Testgebiet in Braunschweig ausgewählt, weil die Hausgärten im Übergang zur naturnahen Landschaft für das „Wildtier“ Igel ein sehr günstiges Revier anbieten. Der zuständige Bezirksrat sprach sich für den verbesserten Igelschutz aus. "Die Warnplakate fordern direkt oder indirekt zu einer vorsichtigen Fahrweise auf. Die überwiegend nachtaktiven Igel erschrecken sich vor dem Scheinwerferlicht. Wenn langsamer gefahren oder abgebremst wird, können sie ihre „Schrecksekunde“ überwinden und rechtzeitig flüchten", so die Experten vom BUND. Doch damit nicht genug. Olaf Neubauer, der sich begeistert für den Igelschutz engagiert sagte gegenüber regionalHeute.de, dass es erforderlich ist, zusätzliche Plakate an städtischen Laternenpfählen in stark befahrenen Straßen aufzuhängen, wo viele Igel gesichtet wurden, es jedoch keine Zäune von Privathaushalten in unmittelbarer Nähe gibt. So seien in drei verschieden Straßen in der Weststadt, in zwei Straßen im Heidberg, auf dem Schlesiendamm in Melverode, auf der Ebertallee zwischen Herzogin-Elisabeth-Straße und der Abfahrt zum Gelände des Polizei Sportvereins (Eisenbahnstrecke entlang der Georg-Westermann-Allee), am Theaterwall sowie entlang der Geiteldestraße weitere Igel gesichtet worden. Auch in der Südstadt habe es Sichtungen gesehen und man wolle schnellstmöglich reagieren. Zudem gäbe es auch neue Plakte der Grafik-Design-Studentin Sara Landowski, mit den verschiedenen Abbildungen habe man nun mehr Abwechslung und könne die Autofahrer noch besser auf die Tiere aufmerksam machen. Um weitere Gefahrengebiete für den Igel ausfindig zu machen, bietet der BUND-Braunschweig nun allen Bürgerinnen und Bügern auch die Möglichkeit, Sichtungen von lebendigen oder toten Igeln online unter der Adresse: http://braunschweig.bund.net/aktivitaeten/igelschutz/ zu melden.


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