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Schwarzbuch: Bund der Steuerzahler kritisiert Gutachtenmanie



Peine

Schwarzbuch: Bund der Steuerzahler kritisiert Gutachtenmanie

von Sandra Zecchino


Auch sieben Gutachten konnten die Brücke nicht retten. Foto: Archiv
Auch sieben Gutachten konnten die Brücke nicht retten. Foto: Archiv Foto: Frederick Becker

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Peine. Eine nicht so erstrebenswerten Erfolg haben die Kommunalpolitiker in Peine errungen: Sie sind Teil des diesjährigen Schwarzbuch der Steuerzahler. Der Bund der Steuerzahler kritisiert die Kosten für die vielen Gutachten für die Hertha-Peters Brücke.



Die 218 Meter lange Brücke, die größtenteils aus tropischem Bongossi-Holz besteht, überspannt seit 1988 die Bundesstraße 65 und den Mittellandkanal. Damit erschließt sie Fußgängern und Radfahrern die Verbindung der Peiner Südstadt mit dem Klinikum und dem dortigen Neubaugebiet.

Im Jahr 2010 entdeckten Prüfer bei einer Kontrolluntersuchung einen ersten Schimmelbefall, bei Reparaturarbeiten 2013 wurde das gesamte Ausmaß des Befalls sichtbar. Daraufhin beauftrage die Stadt einen Fachmann für eine Untersuchung der Brücke. Der stellte fest, dass die Möglichkeiten zur Schadensbehebung begrenzt seien, regte jedoch weitere Überprüfungen der Brückenstatik an. Nach dieser Überprüfung wurde der Stadt empfohlen, aus wirtschaftlichen Gründen nicht zu sanieren sonder neu zu bauen. Die gleiche Einschätzung, die die Stadt auch 2015 von einem Holschutz-Sachverständigen erhielt.

Besser noch einer vierte, fünfte, sechste und siebte Meinung einholen


Doch auch diese drei Gutachten reichten den Kommunalpolitikern nicht aus, sie gaben laut des Bundes der Steuerzahler noch vier weitere Gutachten und Untersuchungen zulasten der Steuerzahler in Auftrag. Ein Mehrwert war mit den zusätzlichen Gutachten allerdings nicht verbunden, denn letztlich sprachen sich auch die zusätzlich beauftragten Fachleute für einen Ersatzneubau aus.

Dieser Empfehlung folgte der Peiner Stadtrat im September 2017 und veranlasste die Prüfung eines Neubaus. Dabei war es im Rat zwischenzeitlich zu gehörigem Unmut über die Informationsbereitstellung der Peiner Verwaltung gekommen. Einige Ratsmitglieder bemängelten, ihnen sei der Inhalt der ersten drei Gutachten zu spät zur Kenntnis gebracht worden. Andernfalls hätte man sich schon früher für den Neubau ausgesprochen.

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