whatshotTopStory

Sitze höher, Brüstung niedriger: Im Lessingtheater wurde umgebaut

von Thorsten Raedlein



Artikel teilen per:

19.08.2014


Wolfenbüttel. Mit einem großen Theaterfest fällt am 20. September der Startschuss für die zweite Spielzeit im neuen Lessingtheater. Die aktuelle Spielpause hat das Kulturbüro der Stadt genutzt, um im Theater das eine oder andere umzubauen. So wurde auf die Kritik der Besucher reagiert, die in der vergangenen Spielzeit zum Teil die schlechte Sicht auf die Bühne monierten. Um diese "Kinderkrankheiten" zu beseitigen wurden jetzt die Sitzreihen und Teile der Sicherheitsbrüstung im 1. Rang überarbeitet 


Insbesondere die sechste Reihe stach bisher beim Blick auf das Parkett hervor. Archiv- Foto:



Theaterleiterin Alexandra Hupp findet den "Feinschliff" der Theaterbestuhlung auf der einen Seite, die Veränderungen an der Brüstung des 1. Ranges auf der anderen Seite sehr gelungen. "Das ist jetzt ein ganz anderes Bild", sagt Hupp. Stach bisher die sechste Reihe beim Blick auf die Parkettplätze hervor, sieht nun alles harmonisch aus. Und umgekehrt ist der Blick auf die Bühne ab sofort einwandfrei. Im Orchestergraben wurden die erste und zweite Reihe um zwölf Zentimeter abgesenkt, die dritte Reihe wurde komplett entfernt. Die ersten sieben Parkettreihen wurden entweder mit Keilen erhöht oder abgesenkt, um einen gleichmäßigen Anstieg der Reihen zu erreichen.


Die Brüstung fällt nun zur Mittelloge hin ab. In der Mitte selbst wurde sie entfernt. Foto:



Im ersten Rang wird die Brüstung zur Mittelloge hin nun im Verlauf niedriger. Vor der Mittelloge selbst wurde er entfernt. Dafür wurde vor den Balkon noch ein zusätzlicher Abstandhalter angebaut, um den Fallschutz zu gewährleisten. Zudem wurde die zweite Reihe mit Keilen noch angehoben. Im 2. Rang wurden in der ersten Reihe die Stühle um fünf Zentimeter vorgezogen. Weiterhin wurden in der zweiten Reihe die Seitenplätze mit Keilen angehoben.


Die bisherige Brüstung war für einige Theaterbesucher sichtbehindernd. Archiv- Foto: Bernhard Janitschke



"Leider konnten wir die Arbeiten erst in der Spielpause durchführen lassen, da in der Spielzeit selbst der Abstand zwischen den Aufführungen dafür nicht ausreichte", erklärt Alexandra Hupp. Rund vier Wochen nahmen die Umbauarbeiten in Anspruch; zehn Tage war der Stuhhersteller aus Karlsruhe vor Ort tätig. Die übrige Zeit benötigte er, die Theatersessel in seiner Werkstatt anzupassen.

Die erste Spielzeit des Lessingtheaters ist ausgesprochen gut verlaufen. Mit einer Auslastung von über 97 Prozent hat sich der Kartenverkauf seit der Wiedereröffnung somit verdreifacht. So standen in der ersten Spielzeit in 94 Veranstaltungen 34.036 Sitzplätze zur Verfügung, von denen 31.548 über den Kartenverkauf belegt wurden. Das entspricht einem Plus von 21.600 Karten im vergleich zu den Spielzeiten und er Lindenhalle. Auch im Bereich des Kinder- und Jugendtheaters, (37 Aufführungen) konnte das Lessingtheater 10.721 Besucher begrüßen, was ebenfalls einer Auslastung von rund 93 Prozent entspricht (93,2). Hier konnten die Kartenverkäufe mit plus 7.624 Karten ebenfalls mehr als verdreifacht werden.


zur Startseite