Skala-Gast: Umsetzung der Corona-Verordnung muss in Braunschweig verbessert werden

Die Prozesse der Testungen und der Nachverfolgung sollten nach Meinung der Unternehmerin digitalisiert werden.

Doris Skala-Gast und Carsten Müller
Doris Skala-Gast und Carsten Müller | Foto: Marc Stantien

Braunschweig. Die neue landesweite Corona-Verordnung stellt die Modellstadt Braunschweig vor enorme Herausforderungen. Nach Vorgaben des Landes können der Einzelhandel und die Gastronomie im Außenbereich öffnen, sofern die Bürgerinnen und Bürger einen negativen Test vorlegen. Zusätzlich bleibt „Click & Meet“ für Läden unter 200 Quadratmetern möglich, dann wird kein Test benötigt. Unternehmerin Dr. Doris Skala-Gast, die für den Rat der Stadt Braunschweig in der Innenstadt kandidiert, kennt die Herausforderungen aus Kunden- und Unternehmersicht. Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Carsten Müller hat Sie sich ein Bild der Lage vor Ort gemacht, wie sie in einer Pressemitteilung berichtet.


„Die Corona-Verordnung klingt einfach, ist aber in der Umsetzung in der Innenstadt deutlich komplizierter“, stellt Dr. Skala-Gast fest. Kunden würden überwiegend mit Ausdrucken von Testergebnissen kommen, die zeitaufwendig von den Mitarbeitern im Einzelhandel und/oder der Gastronomie geprüft werden. Zur Nachverfolgung werde weitestgehend zu Stift und Blatt gegriffen, wo die Bürgerinnen und Bürger ihre Kontaktdaten hinterlassen, die zweifelsohne nicht immer lesbar seien. Bei größeren Geschäften mit über 200 Quadratmetern führe die Prüfung der Tests zu langen Warteschlangen vor der Eingangstür. Noch dramatischer sei die Situation vor den Testzentren. Ein großer Pulk von Menschen warte auf den Einlass zum Testen beziehungsweise bis zu 15 Minuten auf das Ergebnis, das überwiegend in Papierform verteilt werde.

„Das geht besser“, äußert sich Dr. Doris Skala-Gast kritisch und präsentiert eine Alternative und eventuelle Lösung: „Vor kurzem war ich in Halle und habe erlebt, dass dieser Prozess dort vollkommen digital umgesetzt wird. Nur im Einzelfall wird mit Papier gearbeitet. Halle setzt auf die für die Bürgerinnen und Bürger kostenfreie App PassGo, die pikanterweise in Braunschweig mitentwickelt wurde. Hier stellt sich mir die Frage, warum es uns nicht gelingt die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen.“ Carsten Müller ergänzt: „Die meisten Menschen besitzen ein mobiles Telefon, über das sie die Testergebnisse erhalten, ohne das sie lange vor Ort warten müssen. Das Testergebnis können sie dann einfach im Einzelhandel und der Gastronomie digital vorzeigen.“ Lange Warteschlangen würde es so nicht mehr geben. Ebenso könnte eine zeitaufwendige Kontaktnachverfolgung durch die Unternehmer entfallen. Für die Stadtverwaltung Braunschweigs könnten sich enorme Möglichkeiten bieten. Dr. Doris Skala-Gast verspricht: „Hierfür werde ich mich einsetzen, damit unsere Innenstadt attraktiver wird.“


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