Region. Seit Tagen herrscht eine schlechte Luftqualität in der Region von Wolfsburg über Braunschweig bis Goslar vor. Das belegt das Umweltbundesamt mit den aktuellen Werten seiner Messstationen.
Am Mittwochmorgen stehen die Anzeigen der Messstationen in Braunschweig, Wolfsburg, Salzgitter und Goslar auf Rot. Die Signalfarbe steht für: Die Luftqualität ist schlecht. Auf der fünfstufigen Skala des Umweltbundesamtes geht es von sehr gut über gut und mäßig sowie schlecht bis sehr schlecht. Nachdem am Wochenende bereits die "Ampeln" auf Rot standen, hatte sich die Luftqualität in der Region am Anfang der Woche immerhin auf den Status "mäßig" verbessert. Am Mittwochvormittag geht es aber offenbar wieder bergab mit der Qualität.
Feinstaub führt zu schlechter Luft
Zur schlechten Luft trägt derzeit vor allem der hohe Anteil an Feinstaub der Partikelgröße von bis zu 2,5 Mikrometer (PM 2,5) bei – dieser Staub enthält eine Mischung aus ultrafeinen Partikeln. In Braunschweig beträgt der Anteil heute Morgen 32 µg/m³ – zum Vergleich: Der Tagesgrenzwert liegt bei 50 µg/m³ und darf laut Umweltbundesamt pro Jahr nicht öfter als 35 Mal überschritten werden. 31 µg/m³ beträgt der Wert heute an einer Mess-Station in Wolfsburg, 36 in Salzgitter-Drütte, 40 in Harlingerode (Landkreis Goslar) und 36 im Südwesten Braunschweigs.
Für diese Orte, an denen die Luftqualität im roten Bereich ist, empfiehlt das Umweltbundesamt, das Verhalten dementsprechend anzupassen. Zum Beispiel rät die Behörde, körperlich besonders anstrengende Aktivitäten wie Sport im Freien möglichst zu Zeiten oder an Orten mit besserer Luftqualität auszuüben – beispielsweise an Orten, mit weniger Straßenverkehr. Ein weiterer Tipp: Reduzieren Sie Ihre körperliche Aktivität bei Beschwerden wie Husten oder Kurzatmigkeit.
Feinstaub wirkt sich auf die Gesundheit aus
Schließlich kann Feinstaubbelastung zu Erkrankungen führen. Dazu gehören laut Umweltbundesamt zunächst Entzündungen und Stress in menschlichen Zellen. Hält die Belastung über einen längeren Zeitraum an, sind schwere Erkrankungen der Atemwege, des Herz-Kreislaufsystems, des Stoffwechsels und des Nervensystems möglich.
Neben dem Straßenverkehr gilt auch das Heizen im Winter als ein Faktor, der zu schlechter Luft führt. Auch die allgemeine Wetterlage trägt dazu bei, dass der Feinstaub-Anteil in großen Teilen der Region und im gesamten mittleren und südlichen Niedersachsen derzeit hoch ist. Erst nordwestlich des Landkreises Gifhorn stehen die "Ampeln" des Umweltbundesamtes auf Gelb und Grün. Auch in Süddeutschland und im hohen Norden ist die Luftqualität momentan deutlich besser als in unserer Region.

