Sie sind hier: Region >

So soll es mit der Hertha-Peters-Brücke weitergehen



Peine

So soll es mit der Hertha-Peters-Brücke weitergehen

von Frederick Becker


Rathaus Peine Foto: Frederick Becker
Rathaus Peine Foto: Frederick Becker Foto: Frederick Becker

Artikel teilen per:

Peine. Die Instandsetzung der Hertha-Peters-Brücke wird am 8. Februar Thema im Stadtratsausschuss für Planung und öffentliche Sicherheit sein.



Dem Ausschuss ist eine Vorlage zugegangen, die über den Sachstand der Instandsetzung des Bauwerks informiert und Vorschläge zum weiteren Vorgehen macht. Hintergrund: Die Holzteile der Brücke sind von einem zerstörerischen Pilz befallen, es besteht Handlungsbedarf.

Das Ingenieurbüro Schüßler-Plan aus Hannover ist von der Stadt beauftragt, die Statik der Brücke zu untersuchen und ein Instandsetzungskonzept zu erstellen. "Das Ingenieurbüro hat das Institut für Baukonstruktion und Holzbau der TU Braunschweig, Prof. M. Sieder, in die Beratung einbezogen", heißt es in der Vorlage.


Um ein genaues Bild von Statik und Tragfähigkeit der Brücke, und damit letztlich auch der Wirtschaftlichkeit von etwaigen Baumaßnahmen, zu bekommen, empfehlen die Experten, das Bauwerk einer Probebelastung zu unterziehen. Die Ingenieure schlagen laut Vorlage vor, die Probebelastung im kommenden Frühjahr durchzuführen. Sie würde zirka 40.000 Euro kosten.

Sollte die Probe ergeben, dass die Instandsetzung wirtschaftlich sinnvoller als ein kompletter Neubau ist, wovon die Fachleute ausgehen, würde die konkrete Sanierungsplanung im Sommer dieses Jahres fortschreiten und in der Vergabe des Bauauftrags am Jahresende münden. Die eigentlichen Baumaßnahmen würden dann im kommenden Jahr stattfinden.

Die Vorlage schlägt vor, für den Bohlenbelag der Brücke glasfaserverstärkten Kunststoff zu wählen. Das Geländer wäre aus Stahl, mit integrierter LED-Beleuchtung im Handlauf. Man geht von Gesamtkosten in Höhe von zirka 950.000 Euro aus.

Die Vorlage dazu: "Die reine Instandsetzung der Brücke ist wirtschaftlicher als ein vollständiger Ersatzneubau. Würde man auch die kommenden Instandhaltungskosten berücksichtigen, wäre vermutlich ein minimierter Ersatzneubau als einfache Balkenbrücke aus Stahl mit einer Lebensdauer von 80 bis 100 Jahren wirtschaftlicher, aber in seiner funktionalen und gestalterischen Nutzung nicht gleichwertig." Die sanierte Brücke soll dann "bei entsprechender Wartung und Pflege" für "mindestens weitere 30 Jahre" nutzbar sein.

Bevor der Rat seine Entscheidung fällt wird die Vorlage noch durch den Verwaltungsausschuss gehen.


zur Startseite