Wolfenbüttel

Sonderführung durch die Ausstellung „Retter der Antike"


Juvenal, Initiale mit Bild des Autors, Vicenza, 14. Jh. Foto: HAB
Juvenal, Initiale mit Bild des Autors, Vicenza, 14. Jh. Foto: HAB Foto: HAB)

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10.08.2016




Wolfenbüttel. Patrizia Carmassi gewährt am Dienstag, 16. August, um 15.30 Uhr in einer Sonderführung durch die Ausstellung „Retter der Antike. Marquard Gude auf der Suche nach den Klassikern“ in der Herzog August Bibliothek Einblicke in die wohl bedeutendste private Handschriftenkollektion, die sich im 17. Jahrhundert nördlich der Alpen finden lässt.

Im Laufe seines Lebens hat der Philolo­ge, Inschriftenforscher und Bibliothekar Marquard Gude (1635–1689) mit großem Eifer, intensiver Reisetätigkeit und erheb­lichem finanziellen Aufwand eine mo­numentale Sammlung lateinischer und griechischer Handschriften, sogenannte Codices, des Mittelalters und der Renaissance erworben. Diese Sammlung enthält kostbare Raritäten, die für die Überlieferung antiker und mittelalterlicher Klassiker von größter Bedeutung sind. Erstmalig werden in einer Ausstellung zerstreute Teile der ehemaligen Gudischen Sammlung und wichtige Dokumente über ihre Geschichte präsentiert. Gegenwärtig besteht diese Sammlung in der Herzog August Bibliothek aus 478 Bänden und es ist einer glücklichen Konjunktur und dem scharfsinnigen Engagement von Gottfried Wilhelm Leibniz zu verdanken, dass die meisten mittelalterlichen Handschriften aus der Bibliothek Marquard Gudes (1635-1689) von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Lüneburg im Jahr 1710 erworben wurden. Die Sonderführung mit der Kuratorin der Ausstellung, Patrizia Carmassi, bietet Interessierten die Möglichkeit, Näheres zu der Sammlung der Gudischen Handschriften sowie zu einzelnen Exponaten der Ausstellung zu erfahren.

Der Eintritt zur Sonderführung ist frei. Weitere Informationen sind unter der Telefonnummer 05331/808-214 oder www.hab.de erhältlich.


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