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SoVD erstreitet über 820.000 Euro vor Sozialgerichten



Gifhorn

SoVD erstreitet über 820.000 Euro vor Sozialgerichten

Im Jahr 2020 wurden im Kreisverband Gifhorn 673 Anträge und 310 Widersprüche geführt

Niedersächsische Kommunen erhalten 60,71 Millionen Euro Bedarfszuweisungen. Auch in der Region profetieren etliche Kommunen von den Fördermitteln.
Niedersächsische Kommunen erhalten 60,71 Millionen Euro Bedarfszuweisungen. Auch in der Region profetieren etliche Kommunen von den Fördermitteln. Foto: Pixabay

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Gifhorn. „Ansprüche auf soziale Leistungen zu haben heißt nicht immer diese auch tatsächlich zu erhalten. Leider kommt es immer wieder vor, dass Jobcenter, Renten- bzw. Krankenkassen oder Ämter für Soziales Fehler bei der Bearbeitung und Gewährung von berechtigten Leistungen machen“, sagt Christine Scholz, Juristin und Leiterin des SoVD-Beratungszentrum in Gifhorn bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2020.



Leidtragende dieses Fehlverhaltens von sozialen Leistungserbringern sind Menschen mit Behinderung, Arbeitsuchende, Erkrankte sowie Rentner. „Wir helfen anspruchsberechtigten Menschen, in dem wir sie bei der Einforderung ihrer Rechte aktiv von der Antragstellung und nötigenfalls bis zum Verfahren vor den Sozialgerichten unterstützen und vertreten.“

Wie wichtig es ist, sich in sozial-rechtlichen Belangen kompetente Unterstützung zu holen, würden die nachfolgende Zahlen zeigen. Im Jahr 2020 wurden im Kreisverband Gifhorn 673 Anträge und 310 Widersprüche geführt. Überwiegend handelte es sich dabei um Schwerbehindertenverfahren und Rentenverfahren. Von den Anträgen wurden hierbei 377 positiv beschieden und von den Widersprüchen 80.


Insgesamt habe der SoVD im letzten Jahr 820.736,09 Euro für seine Mitglieder erstritten. Dies seien sowohl Einmalzahlungen oder Nachzahlungen als auch laufende Zahlungen, zu denen beispielsweise Rentenzahlungen, Sozialhilfe- oder Hartz IV- Zahlungen, Arbeitslosengeld etc. gehören.

„Es lohnt sich also, bei negativen Bescheiden von sozialen Leistungserbringern genau hinzuschauen und diese vom Fachmann*frau prüfen zu lassen“, empfiehlt Scholz.


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