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Sparkasse gibt an erste Firmenkunden Negativzinsen weiter

von Christoph Böttcher


Die Sparkasse Wolfsburg gibt erstmals an wenige Firmenkunden die Negativzinsen der EZB weiter. Foto: Bernd Dukiewitz
Die Sparkasse Wolfsburg gibt erstmals an wenige Firmenkunden die Negativzinsen der EZB weiter. Foto: Bernd Dukiewitz Foto: Bernd Dukiewitz

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09.02.2017

Wolfsburg/Gifhorn. "Das Phänomen der Negativzinsen betrifft aktuell jede Bank," betont eine Sprecherin der Sparkasse. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sei längst bei den Banken angekommen.


Aktuell erhebt die EZB 0,4 Prozent Negativzinsen auf Geldeinlagen. Banken haben mittlerweile angefangen, diese Zinsen an die Kunden weiterzugeben. Bei der Sparkasse Wolfsburg/Gifhorn handelt es sich allerdings noch um Einzelfälle. Lediglich eine einstellige Zahl an Firmenkunden bekommt die Entwicklungen jetzt zu spüren. Dabei wurde dies aber auch nicht einseitig beschlossen, sondern individuell mit jedem einzelnen Kunden ausgehandelt. Nur in Fällen, bei denen keine alternative Lösung möglich war, griff die Sparkasse nun zu diesen Mitteln.

Betroffen sind dabei Firmenkunden mit "besonders hohen liquiden Geldeinlagen". Dieser Bereich ist innerhalb der Sparkasse strukturell von den Privatkunden getrennt. Es ginge dort auch um gänzlich andere Geldsummen, daher sind auch nur Firmen betroffen. "Derzeit ist auch nicht geplant, Negativzinsen an Privatkunden weiterzugeben," so die Bank-Sprecherin. Ob dies so bleibt, kann sie allerdings nicht garantieren, da dies stark von den weltweiten Entwicklungen abhängt. Sie betonte zudem, dass es sich bei den Negativzinsen ausschließlich um eine Weitergabe von Kosten handle und keine Gewinne für die Banken entstünden.


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