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Sparkasse schließt Negativzinsen für Kunden nicht mehr aus



Braunschweig

Sparkasse schließt Negativzinsen für Kunden nicht mehr aus

von Robert Braumann


Symbolbild: Sina Rühland
Symbolbild: Sina Rühland Foto: Sina Rühland

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Braunschweig. Es ist eine Ankündigung die viele Sparer hart treffen könnte. Die Sparkassen schließen auf lange Sicht Strafzinsen auch für normale Sparer nicht mehr aus, das hat laut dpa Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, auf dem 25. Deutschen Sparkassentag geäußert.

Was bedeutet das vereinfacht gesagt? Jemand müsste dafür zahlen, damit er sein Geld einer Bank oder einer Sparkasse als Bankeinlage überlässt. Hintergrund der ganzen Diskussion: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins schon vor einigen Wochen auf 0,00 gesenkt. Dazu wurden die negative Einlagezinsen erhöht. Damit müssen Geschäftsbanken, die bei der EZB ihr Geld "parken" dafür zahlen. Die Idee dahinter, die Banken sollen gezwungen werden, das Geld, welches sie sich zinsfrei leihen können, in Form in Krediten an die Realwirtschaft weiterzugeben. So soll die Wirtschaft angekurbelt werden. Doch viele Banken horten das Geld. Deshalb wurden die Strafzinsen ausgeweitet. Bisher hat noch kein Unternehmen diese Kosten an die Kunden weitergegeben, dass könnte sich in Zukunft aber ändern. Laut Fahrenschon könne man die Kunden nicht ewig davor bewahren. Marion Thomsen, Pressestelle Braunschweigische Landessparkasse, ergänzte: "Die anhaltende Negativzinsphase ist sicherlich eine der größten Herausforderungen für Sparkassen und Banken in der Zukunft. Selbstverständlich werden wir alles dafür tun, unsere Privatkunden vor Negativzinsen zu bewahren. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden eine breite Produktpalette zur Vermögensanlage an und haben Alternativen zum Sparbuch und Tagesgeldkonto."


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