5:2! Wölfinnen weisen Verfolger Hoffenheim deutlich in die Schranken

Zum Start der Restserie haben die Fußballfrauen des VfL Wolfsburg ihre Ambitionen deutlich unterstrichen.

von Frank Vollmer


Eine konzentrierte Vorstellung des VfL Wolfsburg.
Eine konzentrierte Vorstellung des VfL Wolfsburg. | Foto: Agentur Hübner/Archiv

Sinsheim/Wolfsburg. Zum Start der Restserie haben die Fußballfrauen des VfL Wolfsburg ihre Ambitionen deutlich unterstrichen. Mit 5:2 (3:0) setzte die Mannschaft von Stephan Lerch am Freitagabend vor 1.710 Zuschauern beim hartnäckigsten Verfolger TSG 1899 Hoffenheim vor allem im ersten Durchgang ein deutliches Ausrufezeichen.

Spitzenspiel entschieden nach 23 Minuten


Und die Wölfinnen legten los wie die Feuerwehr: Nach 23 Minuten war das Spitzenspiel der Frauen-Bundesliga bereits vorzeitig entschieden, als Alexandra Popp einen traumhaftem direkten Freistoß mit links zum 3:0 ins Lattenkreuz zirkelte.

Die Gastgeberinnen kamen mit dem aggressiven und zielstrebig vorgetragenen Pressing der Wölfinnen von Beginn an überhaupt nicht zurecht. Das Spiel war keine zwei Minuten alt, da hatte Pernille Harder allein schon zwei Großchancen auf dem Fuß gehabt. Fridolina Rolfö drückte nach fünf Minuten eine Harder-Hereingabe zum 1:0 in Netz. Das 2:0 von Pernille Harder war eine wahre Augenweide! Von Ingrid Engen zentral eingesetzt, düpierte die torhungrige Dänin die halbe Hoffenheimer Abwehr und narrte auch Torfrau Janina Leitzig (16.).

Die Gastgeberinnen hatten große Probleme, überhaupt ins Spiel zu finden. Als VfL-Torfrau Hedvig Lindahl einen Rückpass von Popp aufnahm, blieb selbst ein indirekter Freistoß ohne Konsequenzen (27.). Noch vor der Pause hätten Engen (34.), Harder (43.) und Ewa Pajor (45.) das Ergebnis wesentlich höher gestalten können.

Auch nach dem Wiederanpfiff änderte sich zunächst nichts an der Situation auf dem Rasen des Dietmar-Hopp-Stadions. In der 71. Spielminute staubte Svenja Huth nach einem abgewehrten Pajor-Schuss zum 4:0 ab. Es war der erste Pflichtspieltreffer von Huth für den VfL. Siegesgewiss zeigten die Wölfinnen nun einige Nachlässigkeiten: Zwei Minuten später schlenzte Maxi Rall das 1:4 in die Maschen. Ein Strohfeuer: Engen, Popp und die Doppeltorschützin Harder hebelten daraufhin mit einem sehenswerten Spielzug die TSG-Defensive aus (80.). Den Schlusspunkt setzte Luana Bühler mit dem 5:2 (83.).

"Vorstellung keine Selbstverständlichkeit"


"Ich bin sehr stolz und glücklich, dass wir diese schwere Aufgabe so klar gemeistert haben", sah Stephan Lerch keine Selbstverständlichkeit im Vortrag seiner Mansnchaft. "Hoffenheim hat eine starke Hinrunde gespielt, wir wussten um ihre Qualitäten. Wir haben unseren Gegner sehr früh gestört, sodass er sein starkes Kombinationsspiel gar nicht erst aufziehen konnte." Die Tore hätten seiner Mannschaft zusätzliche Sicherheit gegeben. "Insgesamt war es eine sehr starke Leistung von uns in der ersten Hälfte. Nach der Pause hatten wir nicht immer den nötigen Zugriff, sind aber – gerade im Umschaltspiel – immer gefährlich geblieben. Klar waren die Gegentore ärgerlich, aber unter dem Strich sind wir sehr froh, diese drei wichtigen Punkte mitgenommen zu haben!"

Zahlen & Fakten


TSG 1899 Hoffenheim: Leitzig – Linder, Bühler, Specht, Naschenweng (79. Fühner) – Waßmuth, Lattwein, Harsch (63. Beuschlein), Rall – Billa (82. Hagel), Hartig.

VfL Wolfsburg: Lindahl – Wedemeyer, Doorsoun, Goeßling, Maritz – Engen (82. Neto), Popp – Huth, Harder, Rolfö (65. Wolter) – Pajor (79. Jakabfi).

Torfolge: 0:1 Fridolina Rolfö (6.), 0:2 Pernille Harder (16.), 0:3 Alexandra Popp (24.), 0:4 Svenja Huth (71.), 1:4 Maxi Rall (73.), 1:5 Pernille Harder (80.), 2:5 Luana Bühler (84.)

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