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Auch Leader Kessel fällt aus: Antwerpen muss gegen Kaiserslautern umbauen

Offensivpower oder Mauertaktik - Wie geht der Trainer von Eintracht Braunschweig das Traditionsduell an?

von Frank Vollmer


Im Hinspiel stand es lange 0:0, bis die Löwen dreifach bissen.
Im Hinspiel stand es lange 0:0, bis die Löwen dreifach bissen. Foto: Kleer/Täger

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14.02.2020

Braunschweig. Im Rahmen des 24. Spieltages empfängt Eintracht Braunschweig am Samstag (14.00) den 1. FC Kaiserslautern zum Traditionsduell im Eintracht-Stadion. Löwen-Coach Marco Antwerpen würde sehr gerne an die gute Leistung in Duisburg anknüpfen, muss dabei aber personell umstellen.

Antwerpen muss umbauen


Spannende 3. Liga: Nur vier Punkte liegen zwischen dem 5. Eintracht Braunschweig und dem 13. Kaiserslautern. Schon alleine das macht den 24. Spieltag für beide Klubs wegweisend. „Der 1. FC Kaiserslautern ist ein großer Traditionsverein in Deutschland. Das ist wirklich eine klasse Spielpaarung“, freut sich Marco Antwerpen auf das Duell.

Fest steht: Der Trainer wird seine Startelf personell umbauen müssen. Neben Bernd Nehrig und Marcel Bär, die jeweils wegen der 5. Gelben Karte gesperrt sind, fallen ebenso Manuel Schwenk, Danilo Wiebe (Knieprobleme) und nun auch Benjamin Kessel (Innenbandzerrung) aus. Lezterer hatte bis zuletzt Hoffnungen auf einen Einsatz gegen seinen Ex-Klub. „Das Knie lässt ein Spiel am Samstag nicht zu“, teilt Antwerpen mit. Man hätte es mit Schmerzmitteln versuchen können, die Verletzungsgefahr sei jedoch zu groß gewesen.

„Wollen ihn an ein besseres Niveau heranführen“


So erhalten andere Löwen die Chance sich zu zeigen. Felix Burmeister und vor allem der für Benny Kessel nach einer halben Stunde eingewechselte Robin Ziegele, machten ihre Sache in Duisburg hervorragend. Offensiv ist Mike Feigenspan, der beim 3:0 im Hinspiel am Betzenberg noch als Joker traf (Spielbericht), ist ein heißes Thema für die Startelf. „Wir wollen ihn an ein besseres Niveau heranführen“, verrät Antwerpen seine Pläne für den 24 Jahre alten Offensivspieler. „In Duisburg hat er sich auch taktisch sehr gut verhalten. Er ist auf einem guten Weg“, lobt Antwerpen.


Mit Mike Feigenspan (re.) wurde im Hinspiel der Sieg eingewechselt. Foto: Kleer/Täger


Offensivpower oder Mauertaktik?


Die Frage von der auch die restlichen Startelfplätze abhängen werden lautet: Wie geht die Eintracht das Duell gegen den 1. FCK an? Eine super offensive Option mit der Doppelspitze Nick Proschwitz und Marvin Pourié schwebt ebenso im Raum, wie die absolut defensive, die in Duisburg zum Punktgewinn führte. „Wir müssen das Positive mitnehmen“, hält Marco Antwerpen verschiedene Möglichkeiten offen und fügt an: „Die Stimmung nach dem 1:1 in Duisburg war gut, letztendlich wollen wir die Spiele aber gewinnen." Dafür schließt der 48-Jährige eine ähnliche Mauertaktik wie an der Wedau auch gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht kategorisch aus, auch wenn es sich um ein Heimspiel handelt. "Das Wichtigste ist, dass wir das Spiel gewinnen", sagt Antwerpen, "Da warten alle drauf."

Was für defensive Gangart spricht: Gegen tief stehende Mannschaften taten sich die Pfälzer zuletzt durchaus schwer mit Lösungsansätzen. Wie auch Braunschweig spielte Kaiserslautern im neuen Jahr in der Liga zweimal Remis (0:0 gegen Großaspach und 1:1 gegen Münster) und wartet noch auf den ersten Sieg. Vor dem Jahreswechsel hatten Trainer Sascha Hildmann (47) und seine Roten Teufel allerdings mit fünf Siegen in Folge eine beeindruckende Serie hingelegt und ließen das krisengebeutelte Umfeld wieder vom Aufstieg träumen. Nach den letzten vier, sieglosen Auftritten ist diese Stimmung wieder gedämpfter. Lust haben die Fans dennoch auf das Traditionsduell an der Hamburger Straße. 1.500 Gästefans werden für das Spiel erwartet.


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