Wolfenbüttel/Berlin. Vier Medaillen errangen die Athleten aus Wolfenbüttel bei den Norddeutschen Meisterschaften im Sportforum Berlin-Hohenschönhausen.
Als Erster war Frank Kindermann vom MTV Wolfenbüttel mit seinem Start über 60m an der Reihe. In seiner Altersklasse waren zwei Teilnehmer gemeldet, so dass er für die Titel den Leistungsstandard laufen musste. Dies ist die Qualifikationszeit für die Deutschen Meisterschaften, die in der M65 bei 9,60 s liegt. Im Rennen konnte Frank Kindermann sich souverän gegen seinen Kontrahenten behaupten und auch den Leistungsstandard mit 8,77 s unterbieten. Damit wurde er nicht nur Norddeutscher Meister, sondern auch Berlin-Brandenburgischer Meister, da diese offen ausgeschrieben waren.
Als die BlueLiner Matthias Wilshusen und Mario Burger eintrafen, wartete Frank Kindermann noch auf seine Siegerehrung, da die Wettbewerbe wegen technischer Probleme bereits eine Stunde Verzug hatten.
Mario Burger vom Laufclub BlueLiner wagte den Doppelstart über die 1500 und 3000 m. Im ersten Rennen über 1500 m waren 10 Teilnehmer in der M50 gemeldet und Mario Burger stand mit der schnellsten Meldezeit an erster Stelle. Entsprechend motiviert ging er das Rennen an und setzte sich gleich an die Spitze des Feldes. Zwischenzeitlich hatte er sogar einige Meter Vorsprung vor den Verfolgern, musst diese aber eine Runde vor Schluss passieren lassen und wurde am Ende Dritter in 4:52,30 min.
Die letzten Rennen der Meisterschaften gehörten den Langstrecklern. Endlich gegen 18 Uhr konnte auch Matthias Wilshusen seinen Leistungsnachweis abliefern. Im Rennen der M45 und M50 standen mit Matthias Wilshusen und Mario Burger 11 Teilnehmer bereit. Wilshusen mit der schnellsten gemeldeten Zeit in der M50 übernahm direkt die Führung, gefolgt von Mario Burger. Nach 2000 m wurden die Geräusche hinter Wilshusen leiser und der Abstand zu den Verfolgern wurde schnell größer. Am Ende gewann er die 3000 m in 10:01,43 min mit beruhigendem Vorsprung von 13 s. Mario Burger wurde wiederrum Dritter in der M50 mit 10:27,26 min.
Auf einer 200 m Bahn in der Halle mit hochgestellten Kurven zu laufen, ist schon was Besonderes, aber auch nicht ganz einfach, da man mit nicht ausreichender Geschwindigkeit das Gefühl hat, in den Kurven nach unten zu driften. Die Neigung in Berlin schien fest eingestellt zu sein. Vermutlich wäre für die 3000 m Läufer eine etwas geringere Neigung sinnvoller gewesen. Aber auch mit der Luft muss man klarkommen. Es ist zwar schön trocken und ausreichend warm in der Halle, aber der Boden dünstet Gerüche aus, die nach dem Gummi der Tartanbahn riechen, und daher ist die Luft nicht so angenehm frisch wie draußen.
Frank Kindermann und Matthias Wilshusen sind Norddeutsche Meister in der Halle
Vier Medaillen für die Athleten aus Wolfenbüttel bei den Norddeutschen Meisterschaften in Berlin-Hohenschönhausen.
von Michael Fürer
Matthias Wilshusen und Mario Burger bei der Siegerehrung. | Foto: Michael Fürer
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