Braunschweig. „Braunschweig war brutal effektiv“, haderte Pavel Dotchev nach dem Spielende vor der Kamera von Magenta Sport. Auf den 100. Drittliga-Sieg muss der FC Viktoria Köln noch ein wenig warten. Wichtig war, dass Marcel Bär als Einwechsler sofort da war.
„Manchmal muss man als Trainer auch Glück haben.“
Pavel Dotchev stand zum Spielende mit leeren Händen da. Die Löwen hatten dem 54 Jahre alten Bulgaren soeben sein Rekordspiel verdorben. „Sie waren sehr gut auf uns vorbereitet und haben uns früh attackiert“, so Dotchev. Aber: „Hier war mehr drin. Trotz des deutlichen Sieges!“ Bis auf die frühe Führung und einen Sonntagsschuss zum 2:2 war allerdings wenig von den Gästen gekommen.
Marco Antwerpen war zunächst einmal glücklich über die wichtigen drei Punkte und freute sich, dass der frühe Rückstand im Nachhinein kein allzu großes Thema mehr war: „Ich finde die Reaktion auf den Rückstand ganz anders als in Rostock oder Würzburg. Die Mannschaft ist konzentriert gebleiben und ist nicht fahrig geworden. Dementsprechend haben wir heute hoch gewonnen“, so Antwerpen.
Auf den doppelten Joker Marcel Bär angesprochen entgegnete der Trainer lapidar: „Manchmal muss man als Trainer auch Glück haben.“ Der Matchwinner war keine zwei Minuten auf dem feld gewesen, da traf er bereits zum 3:2. „Ich bin reingekommen und habe direkt mit der ersten Aktion das Tor geschossen. Da steigt natürlich das Selbstvertrauen“, freute sich der 27-Jährige, der in der 79. Spielminute noch einmal nachlegte. „Wir haben uns in der langen Pause eingewschworen und sind zusammengewachsen“, betonte Bär. „Dass wir dann so schnell in Rückstand geraten, war natürlich nicht so gut. Aber wir sind zurückgekommen!“
Zum Saisonziel wollte Bär dagegen nicht allzuviel sagen: „Wir schauen von Spiel zu spiel. Wir müssen unsere Kräfte bündeln. das werden ganz schwere Wochen!“

