Neu-Falke Kubail: "Möchte in Führungsrolle wachsen"

von Jens Bartels


Gregor Kubail hat sich im Harz viel vorgenommen. Foto: privat
Gregor Kubail hat sich im Harz viel vorgenommen. Foto: privat | Foto: privat

Goslar. Das Transferkarussell bei den Harzer Falken dreht sich. Mit Gregor Kubail wurde zuletzt ein Ex-DEL2-Spieler verpflichtet. Falken-Pressesprecher Steffen Heister sprach mit dem neuen Spieler, bei dem es gar nicht so einfach war, ihn an das Telefon zu bekommen.

Kubail spielt im Sommer Inlinehockey


Denn auch in der Sommerpause bestimmt der Eishockeysport das Leben des gebürtigen Berliners dessen Alltag. So kam der Akteur gerade von einem Inlinehockey-Turnier, als das Interview geführt wurde. "Letztes Jahr waren wir Zweiter, dieses Mal nur Vierter. Haben im Spiel um Platz 3 schon 2:0 geführt, bevor sie uns noch einen eingeschenkt haben", lachteKubail. Über ein sehr offenes Gespräch mit dem Neuzugang berichtet Heister, auch wenn der Spieler nicht jedes Detail seines Werdegangs veröffentlicht haben wollte: "Egal wie es wo gelaufen ist, ich bin keiner der im Nachgang nochmal nachtritt. Manchmal passt es halt einfach nicht und dann muss man seine Konsequenzen ziehen. Ich habe auch in den schwierigen Zeiten tolle Leute kennengelernt und da wäre jedes negative Wort hinterher eigentlich immer eines zu viel.

"Lörsch weiß wovon er spricht"


Der Kontakt zu demOberligisten sei über seinen Agenten zustande gekommen: "Zunächst einmal habe ich sehr lange gar nicht mit den Verantwortlichen der Harzer Falken gesprochen, weil mein Agent den Kontakt hergestellt und dann auch die Gespräche geführt hat. Erst als eigentlich schon alles so gut wie fix war, habe ich mit dem Trainer Arno Lörsch ein ziemlich gutes Telefonat geführt. Er hat eine echt gute Vita und wenn man sich mit ihm unterhält, merkt man gleich, dass er weiß, wovon er spricht und wie sehr er diesen Sport lebt. Zudem hat er mir viel über die anstehende Saison und seine Erwartungen an den Kader erzählt und da sind unsere Philosophien absolut auf einer Wellenlänge."

"Harzer bieten mir eine Chance"


Dass die abgelaufenen Spielzeit am Wurmberg alles andere als rund lief, stört den Stürmer nicht: "Ich denke über die letzte Saison muss man sich keine Sorgen mehr machen. So ist das halt manchmal, wenn man in einen Negativtrend reinrutscht, einige Spiele nacheinander verliert. Da ist es immer schwer, da wieder raus zu kommen. Sowas hat wohl jeder Spieler schonmal erlebt. Für mich persönlich bieten die Harzer eine Chance. Denn die Wahrscheinlichkeit hier sehr viel Spielpraxis zu bekommen und gleichzeitig in eine Führungsrolle zu wachsen, ist für mich sehr hoch. Darauf werde ich hinarbeiten und alles dran setzen, mich hier persönlich weiterzuentwickeln."

"Jeder muss dafür arbeiten, dass wir Erfolg haben"


Dabei sieht der 22-Jährige allerdings nicht nur seine eigenen Ziele, sondern blickt auch auf das gesamte Team: "So wie es letzte Saison im negativen Sinne gelaufen ist, müssen wir diese Saison genau das Gegenteil erreichen. Jeder muss dafür arbeiten, dass wir erfolgreich sind. Denn sind wir erfolgreich, ist auch die Stimmung im Team gut und wenn die gut ist, kann das eine Dynamik bewirken, so dass wir auch in dieser Oberliga, die in den letzten Jahren immer stärker geworden ist, eine gute Rolle spielen können.Außerdem kann ich aus meiner Zeit in Halle und Rostock berichten, dass man immer eher ungern zum Auswärtsspiel in den Harz gefahren ist. Es ist dort schwierig zu spielen und so wie ich das als Gegner mitbekommen habe, verfügen die Harzer über sehr gute Fans. Das müssen wir in der kommenden Spielzeit unbedingt nutzen, um es den Gegnern im heimischen Stadion noch schwerer zu machen, gegen uns etwas zu holen."

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