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Revanche geglückt! Salzgitter Icefighters bezwingen den HSV 5:3

Das letzte Heimspiel der Hauptrunde war ein Erfolg.

von Jens Bartels


Nach drei Spielen "Torpause" traf Thomas Herklotz gleich dreimal.
Nach drei Spielen "Torpause" traf Thomas Herklotz gleich dreimal. Foto: Jens Bartels

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14.01.2020

Salzgitter. Mit einem 5:3 (1:1, 3:1, 1:1) gewannen die TAG Salzgitter Icefighters das letzte Heimspiel der Hauptrunde gegen den Hamburger SV und schieben sich damit auf Platz vier in der Tabelle der Regionalliga Nord vor.

Ausgleich nach dem ersten Drittel


Ähnlich der Partie gegen die Crocodiles Hamburg 1b in der Vorwoche, legten die Icefighters auch dieses Mal einen furiosen Start hin. So ging es in den ersten beiden Spielminuten mit erheblichem Druck in Richtung Hamburger Tor. Dort jedoch hütete ein gut aufgelegter Constantin Schönfelder den Kasten und verhinderte einen frühen Rückstand seiner Mannschaft. Die fing sich nach wenigen Minuten und bemühte sich ebenfalls, den Puck auf Dennis Korffs Gehäuse zu jagen.
Auch wenn das Chancencenverhältnis zunächst für Salzgitter sprach, fand die Scheibe in Minute 12 den Weg in das Tor der Icefighters. Den Rückstand nahmen die Stahlstädter gelassen, behielten ihre Linie bei und sorgten mit Martin Záhoras 1:1 (17.) für einen gerechtfertigten Zwischenstand zur ersten Drittelpause.

Herklotz trifft wieder


Im Mittelabschnitt machten die Hausherren mehr aus ihren Möglichkeiten. Thomas Herklotz, der drei Spiele lang nicht getroffen hatte, ließ es in den zweiten 20 Minuten gleich zweimal krachen und sorgte in den Spielminuten 23. und 34. für eine 3:1-Führung. Dabei erzielte der Ex-Falke seinen ersten Treffer in eigener Unterzahl, das zweite Tor per Konter im Powerplay. Nur kurz darauf erhöhte Záhora auf 4:1 (35.), nachdem ein gegnerischer Pass an der blauen Linie abfangen wurde und der Tscheche alleine vor Schönfelders Kasten eiskalt verwandeln konnte. Die nächste Strafzeit der Icefighters gab Hamburg allerdings die Gelegenheit für den Anschlusstreffer zum 4:2 (37.).

Icefighters bringen den Vorsprung über die Zeit



Im letzten Drittel kamen die Gastgeber nicht gut aus der Kabine. Der HSV nutzte die Chance und erzielte mit dem 4:3 (43.) ein vermeidbares Tor. Mit herunterlaufender Uhr wurde der Körpereinsatz härter. Zwei unschöne Szenen ereigneten sich, unter anderem wurde Viktors Ponatovskis von Pascal Heitmann in die Bande geschickt. Eine Situation, die mit nur zwei Minuten geahndet wurde und auch bei Icefighters-Cheftrainer Radek Vit für Unmut sorgte: "Ich war mit den Schiedsrichter-Entscheidungen eigentlich zufrieden aber hier fiel die Strafe zu niedrig aus. Ich weiß nicht, was da erst noch passieren muss – vor allem wenn man an die Situation mit dem HSV-Spieler denkt, der sich vor ein paar Wochen so schwer verletzt hat!" Glücklicherweise ohne Verletzungsfolgen wurde die Partie fortgesetzt. Die Salzgitterander hatten das Spiel wieder im Griff und es war erneut Thomas Herklotz, der zum Endstand von 5:3 (53.) einnetzte.

"In der Meisterrunde keine 'Auszeiten' erlauben"


So war der Coach insgesamt zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, erinnerte in der Kabine allerdings auch an die Fehler, insbesondere an die ersten zehn Minuten des letzten Drittels: "Das war insgesamt gut, aber wir müssen unbedingt daran arbeiten, dass wir uns diese 'Auszeiten' nicht mehr nehmen, wo es dann an allem fehlt! Bis zum 4:1 haben wir gut gespielt, nach dem 4:2 haben alle wieder nur nach vorne gedacht und die Defensive komplett vernachlässigt. In den letzten zehn Minuten des Schlussdrittels haben wir alles vermissen lassen: Einsatz, defensive Aufgaben, Laufbereitschaft ... da war gar nichts. Nach dem 4:3 sind wir wieder aufgewacht und haben wieder angefangen zu spielen und zu laufen. Am Ende haben wir verdient gewonnen aber diese Auszeiten dürfen wir uns in der Meisterrunde nicht leisten!"

Zahlen & Fakten


Torfolge: 0:1 (11:47) Jannik Höffgen (Stüben, Richter), 1:1 (16:48) Martin Záhora (Bahr, Binias), 2:1 (22:57) Thomas Herklotz (Záhora, Koresky/SH1), 3:1 (33:41) Thomas Herklotz (Spenke, Korff/PP1), 4:1 (34:54) Martin Záhora (Spenke, Koresky), 4:2 (36:28) Benjamin Garbe (Blank, Heitmann/PP1), 4:3 (42:59) Jannik Höffgen, 5:3 (52:27) Thomas Herklotz (Záhora, Spenke)


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