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Salto Rückwärts mit Beigeschmack: Abstiegsangst in der Landesliga

von Frank Vollmer


Der mögliche Rückzug vom Rückzug sorgt in der Landesliga für Ärger. Foto: Frank Vollmer/Archiv
Der mögliche Rückzug vom Rückzug sorgt in der Landesliga für Ärger. Foto: Frank Vollmer/Archiv Foto: Frank Vollmer/Archiv

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24.05.2019

Braunschweig/Region. Macht Eintracht Braunschweig den Salto Rückwärts und meldet die zweite Mannschaft nun doch nicht aus dem Spielbetrieb ab? Die Gerüchte, die ein Tweet vor wenigen Tagen bestätigte, sorgen in der Landesliga Braunschweig für große Ungewissheit: Ein Team mehr müsste dann absteigen. 

Ein Landesligist mehr müsste absteigen


„Eine finale Entscheidung zu einer möglichen Zukunft der U23 in der Landesliga ist noch nicht gefallen. Es werden aktuell unterschiedliche Optionen geprüft", twitterte Eintracht Braunschweig vor wenigen Tagen und beheizte damit die Gerüchteküche um eine Rettung der eigenen zweiten Mannschaft selbst (wir berichteten).

Offiziellhielt man sich seitdem bedeckt, doch weiß regionalSport.de: intern laufen derzeitheiße Diskussionen. Nach Informationen unserer Redaktion kam der Vorschlag, die "Zwote" nun doch nicht abzumelden aber nicht von der eigentlichen Reserve der Löwen, sondern aus dem Kreise der 3.Mannschaft, die aktuell in der 1.Braunschweiger Kreisklasse kickt. So wurde ein entsprechender Vorschlag von Dritte-Trainer Arndt Kutschke vereinsintern eingebracht und aufFür und Wider geprüft.Natürlich ist esabsolut legitim, dass der Verein die Lizenz für die Mannschaft nicht einfach so verstreichen lässt.

Doch geht es hier auch um mehr als den Traum von Hobby-Kickern, einmal in der Landesliga anzutreten.Sowürde ein Rückzug vom Rückzug gelinde ausgedrückt bei mindestens einem der aktuellen Klubs der Landesliga Braunschweig fürmächtigUnverständnis sorgen. Nachdem schon im März bekannt wurde, dass Eintracht Braunschweig II abmeldet, richtete die Liga sich auf vier statt derursprünglichen fünf Absteiger ein. Sollten die Löwen ihre zweite Mannschaft nun doch im Spielbetrieb belassen, würde sieals ganz normaler Absteiger aus der niedersachsenweiten Liga wieder für fünf Landesliga-Absteiger sorgen.

Da sich derzeit die halbe Landesliganoch im Abstiegskampf befindet, sorgt die Ungewissheit des Themas für Kopfschütteln und -zerbrechen zwischen Gifhorn und Göttingen. Mit TSV Landolfshausen/Seulingen, TSV Germania Lamme, SV Reislingen-Neuhaus, SC Göttingen, Lehndorfer TSV, SV Lengede und TSV Hillerse sind gleich sieben Mannschaften von der neuen Situation sportlich bedroht.

Noch haben esdie meisten dieser Landesliga-Teams in den verbleibenden zwei Spielen selbst in der Hand, den Klassenerhalt auch unter den veränderten Vorzeichen zu stemmen – einen erwischt es am Ende doch. Dass viele der Hobbyfußballer auch Anhänger der Eintracht-Profis und treue Stadiongänger sind, macht die Situationnoch komplizierter. Bis zum 6. Juli 2019 hat man an der Hamburger Straße noch Zeit,die richtige Entscheidung zu treffen.„Da diese Entscheidung Auswirkungen für andere Clubs hat, wird es zeitnah weitere Infos geben“, teilte man schon vorab seitens der Eintracht mit.

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