Braunschweig. Der Saisonauftakt in der 2.Bundesliga ist für den Braunschweiger Judoclub missglückt. Gegen den KSC ASAHI Spremberg gab es eine knappe 5:9 Auftaktniederlage. Überzeugen konnte Jan-Hendrik Köhler, der seine beiden Kämpfe gewinnen konnte.
200 Zuschauer sorgten für Stimmung
So voll war die Halle an der Eisebütteler Straße wohl lange nicht mehr. 200 Fans waren zum ersten Wettkampftag für den BJC gekommen und bekamen spannende Kämpfe geboten. "Wenn wir gut starten, haben wir gegen die auch eine Chance", hatte Teamchef Honner Hornuß vor dem Kampf noch verlauten lassen. Doch es kam so, wie er es nicht erhofft hatte. Oliver Els verlor in der Gewichtsklasse bis 81 KG seinen Auftaktkampf denkbar knapp mit einer Wertung gegen Johannes Kruse. Sein Teamkollege Wilhelm Baumgart ließ sich von Michel Daue nach 65 Sekunden auf die Matte legen. Thomas Knapek, Jan-Hendrik Köhler und Neuzugang Vaclav Kovar konnten den Rückstand durch Siege immer wieder verkürzen, Nicolai Stahl holte mit seinem Erfolg den zwischenzeitlichen 4:4-Ausgleich.
Die Gäste drehten danach aber richtig auf, holten drei vorzeitige Siege. Stefan Schulze mit zwei halben Wertungen (Waza-Ari), Marcel Jamet und Marc Natho jeweils durch Ippon. Jan-Hendrik Köhler brachte das Braunschweiger Team wieder auf 5:7 heran, doch im entscheidenden Kampf konnte sich Jan Pinta nicht gegen Tobias Mol durchsetzen, verlor nach fünf Minuten mit 3:1 Shido. Der Wettkampf war somit entschieden. Anstatt noch auf 6:8 zu verkürzen, erlaubte sich Neuzugang Vaclav Kovar allerdings einen Patzer. Den Sieg schon sicher in der Tasche, trat er eine Sekunde vor Ende des Kampfes aus dem Mattenbereich, kassierte dafür sein viertes Shido und wurde disqualifiziert.
Teamchef Hornuß ärgerte sich nach dem Wettkampf über einige Entscheidungen den Kampfrichter. "Auf dem Niveau sind kleine Fehler entscheidend. Da sind einige Bestrafungen ausgesprochen worden, die sehe ich anders", so der Teamchef. Mit seinen Jungs war er hingegen sehr zufrieden: "Die haben heute sehr gut gekämpft und dem Publikum was geboten". Trainer Falk von der Osten-Fabeck war mit dem Kampfgericht auch nicht ganz zufrieden. " Man sagt ja das gleicht sich über die Saison immer aus. Ich hoffe das für uns", kommentierte er mit einem Lächeln. Insgesamt hatte er aber wenig zu bemängeln. "Spremberg gehört zu den besseren der Liga. So gesehen war das für uns schon interessant zu sehen wo wir stehen". Der große Zuspruch des Publikums würde er sich öfter wünschen. "Judo ist eine Randsportart. Im Fernsehen sieht man immer nur zwei Leute, die sich am Kittel ziehen. Da denken viele da passiert ja nichts. Wir hatten heute viele Besucher, haben vorab mit zwei Kämpfern die Regeln und Wertungen erklärt und hatten in den Kämpfen jede Menge Spannung. Wer noch nie Judo gesehen hat, kommt nach dem heutigen Tag sicher wieder", so der Trainer.
Ergebnisse:
BJC - Spremberg: 5:9 (47:63)
Oliver Els - Johannes Kruse 0:1 (3:2 Shido nach 5 Minuten)
Wilhelm Baumgart - Michael Daue 0:10 (Zwei Waza-Ari nach 1:05 Minuten)
Tomas Knapek - Danni Tempel 10:0 (Haltegriff nach 3:25 Minuten)
Leonhard Schütz - Toni Grohn 0:1 (3:2 Shido nach 5 Minuten)
Jan-Hendrik Köhler - Oleg Ilts 10:0 (Ippon nach 1:41 Minuten)
Marc-Alexander Fitzlaff - Tobias Mol 0:10 (Ippon nach 0:44 Minuten)
Vaclav Kovar - Maximilian Zimmermann 7:0 (1 Waza-Ari nach 5 Minuten)
Nikolai Stahl - Kevin Schröder 10:0 (Ippon nach 1:35 Minuten)
Lennart Scharff - Stefan Schulze 0:10 (2 Waza-Ari nach 2:25 Minuten)
Volker Klöß - Marcel Jamet 0:10 (Ippon nach 1:36 Minuten)
Felix Schulze - Marc Natho 0:10 (Ippon nach 0:51 Minuten)
Jan-Hendrik Köhler - Nils Dochow 10:0 (Ippon nach 1:21 Minuten)
Jan Pinta - Tobias Mol 0:1 (3:2 Shido nach 5 Minuten)
Vaclav Kovar - Pascal Meyer 0:10 (4:2 Shido nach 4:59 Minuten)