Sie sind hier: Region > >

Wie ein achtjähriger Amerikaner Fan der FSV Schöningen wurde


Wie ein achtjähriger Amerikaner Fan der FSV Schöningen wurde

Durch Zufall entdeckte ein amerikanischer Vater einen Namensvetter seines achtjährigen Sohnes in der Landesliga Braunschweig, als er den Namen bei Google eingab. Heute wissen die Beiden voneinander - und haben nun Trikots ausgetauscht. regionalHeute.de war dabei.

von Niklas Eppert


Der kleine Andreas Sommermeyer ist der neueste Fan des FSV Schöningen. Und wohl der erste aus den USA.
Der kleine Andreas Sommermeyer ist der neueste Fan des FSV Schöningen. Und wohl der erste aus den USA. Foto: privat

WhatsApp
facebook
Twitter
LinkedIn
E-Mail

Schöningen. Manchmal kommen die besten Geschichte einfach durch Zufall zustande: In den USA gab Zachary Sommermeyer den Namen seines Sohnes Andreas Sommermeyer bei Google ein. So stolperte er über den heutigen Trainer der FSV Schöningen, der ebenfalls Andreas Sommermeyer heißt. Der heute Achtjährige wurde Fan seines Namensvetters aus der Landesliga. Nun tauschten die beiden Trikots aus. regionalHeute.de hat diese besondere Geschichte begleitet.

Im April dieses Jahres schrieb Zach Sommermeyer der FSV Schöningen zum ersten Mal. Der dritten Mannschaft allerdings. Sommermeyer hatte den Namen seines Sohnes gegoogelt und fand stattdessen den damaligen Spieler und heutigen Trainer der FSV Schöningen, Andreas Sommermeyer. Er schrieb dem Verein also über Facebook und die Verantwortlichen waren sofort begeistert. In der Landesliga einen internationalen Fan zu haben ist nicht gerade die Regel. Also kam die Idee auf, dem neuen Fan ein Trikot zu senden. Vereinsboss Karsten Kräcker gab sein Okay und Andreas Sommermeyer sein Autogramm. Dann ging das Trikot auf den Weg nach Missouri.

Noch ist das Trikot des deutschen Namensvetters ein wenig groß.
Noch ist das Trikot des deutschen Namensvetters ein wenig groß. Foto: privat


Auf der westlichen Seite des großen Teichs wartete der andere Andreas Sommermeyer. Auch er spielt Fußball im Sportprogramm seiner Schule, den Christ Community Lutheran School Chargers aus Fenton. Sein Vater hatte dieselbe Idee, wie der Verein: Er besorgte ein Trikot mit Nummer und Namen seines Sohnes und ließ ihn sein Autogramm setzen - einige Wochen später kam es in Deutschland an.

Die Freude ist groß


Bei den Sommermeyers in Missouri war die Freude groß - auf Facebook warnte Vater Zachary, dass man bei der Namenswahl der Kinder zwar die Augen aufbehalten sollte. Nicht, dass man seinem Kind unliebsame Namensvettern aufbürde. Auf der anderen Seite könnte man deutsche Fußballspieler finden, die den Kindern dann unterschriebene Trikots schickten. Den kleinen Andreas jedenfalls freut es. Er strahlte über beide Ohren, als er sein Paket öffnen durfte und wollte das (noch etwas zu große) Trikot sofort anprobieren. In Zukunft wird er es in Ehren halten, verspricht der Vater. Oder wie Oma Sommermeyer die Geschichte auf Facebook zusammenfasste: "Awesome!"

FSV-Coach Andreas Sommermeyer freut sich über seinen kleinen Fan von der anderen Seite des großen Teichs. Das Trikot bekommt einen Ehrenplatz im Arbeitszimmer.
FSV-Coach Andreas Sommermeyer freut sich über seinen kleinen Fan von der anderen Seite des großen Teichs. Das Trikot bekommt einen Ehrenplatz im Arbeitszimmer. Foto: Niklas Eppert


Die Stimmung beim Landesligisten FSV Schöningen ist da nicht anders. "Ist schon eine coole Sache, so einen internationalen Fan zu haben", beschreibt Trainer Andreas Sommermeyer im Gespräch mit regionalHeute.de die auch für ihn neue Erfahrung. Der Vorsitzende des Landesligisten Karsten Kräcker freut sich ebenfalls: "Ich finde es ja sowieso wunderbar, dass unsere Fangemeinde in dieser Saison so gewachsen ist. Aber dass, das dann gleich über den Großen Teich hinweg geht, das ist natürlich phänomenal." Die Expansion habe man im Lichte des sportlichen Erfolgs natürlich im Blick, fügt er augenzwinkernd hinzu: "Das ist ja aktuell nur auf Andi bezogen. Vielleicht können wir unsere Fangemeinde in den USA jetzt noch ein bisschen ausbauen." Einen kleinen Fan jedenfalls hat die FSV schon glücklich gemacht.


zur Startseite