Wolfenbüttel. Am Wochenende stiegen die Kämpfer des Box Athletic Club Wolfenbüttel wieder in den Ring. Die Auftaktveranstaltung im Kampf um den Wolfenbütteler Rhodos Cup stand an.
Der erste Kampftag war zunächst von Absagen der umliegenden Vereine geprägt, sodass der Organisator dieses Turniers, Ulrich Hackbarth froh war, am Ende doch noch 11 Wertungskämpfe auf das Papier zu bekommen. Die Freude der beiden BAC-Trainer Liane Schüttler und Ralf Eggers hielt sich hierüber jedoch in Grenzen, da diese spontanen Veränderungen dafür sorgten, dass ihre Kämpfer, entgegen der vorherigen Planung gegen deutlich stärkere Gegner antreten mussten. Dies wirkte sich dann auch auf die Ergebnisse aus. So musste sich Hans Exner auf einen erfahreneren Gegner einlassen, um überhaupt boxen zu können. Zwar zeigte er in den drei Kampfrunden eine sehr ordentliche Leistung, unterlag dem Gifhorner Marcel Drenkwitz am Ende jedoch knapp. Im Aufeinandertreffen zwischen dem Boxer Marcel Mamrot aus Lüneburg und dem BAC´ler Ahmet Cicek spielte die Kampfzahl des Lüneburgers eine eher untergeordnete Rolle. Entscheidend für Ciceks Niederlage war vielmehr die Tatsache, dass dieser einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte und die Weisungen aus der eigenen Ecke in keiner Runde umsetzen konnte. Dementsprechend musste er sich deutlich nach Punkten geschlagen geben.
Eiserner Trainingswille
Zwei Neulinge im Ring machten den BAC-Verantwortlichen jedoch viel Freude. Der 19 Jährige Jonathan Marques Da Silvabeherrschte seinen Kontrahenten vom VFL Wolfsburg in den ersten beiden Runden so deutlich, dass das leichte Einbrechen seiner Leistung in der letzen Runde keine Auswirkung auf den klaren Punktsieg des BAC-Boxers hatte. Der ebenfalls 19 Jahre alte Leon Beißner traf in seinem ersten Kampf auf Bozo Rohelat, einen sehr aggressiven und stürmischen Boxer aus Hannover. Beißner hatte in den ersten beiden Runden dementsprechend viel Mühe. In der dritten Runde konnte er das Kampfgeschehen jedoch drehen und brachte seinen ausgelaugten Gegner an den Rand einer vorzeitigen Niederlage. Den anschließend verkündeten Punktesieg des Gegners musste er jedoch akzeptieren. Sehr viel Freude hatten die Wolfenbütteler Trainer an diesem Samstag auch an dem 16 jährigen Muslem Hasani sowie dem 18 Jahre alten Mohammed Ghalendari. Beide waren vor 5 Monaten nach Deutschland geflohen und trainieren seit dem durchgängig beim BAC. Ihr eiserner Trainingswille zeigt sich zudem darin, dass sie jeden Morgen eine Stunde früher aufstehen um Laufen zu gehen, eine Motivation, die längst nicht jeder Boxer aufweist. Ihr Wille und ihre Top-Fitness waren dann auch entscheidend, dass beide ihre Kämpfe durch ein T.KO. entscheiden konnten. Ghalendari besiegte seinen Gegner bereits in der ersten Runde, Hasani ging aus der zweiten als Sieger hervor.
Neue Mitglieder machen Hoffnung
Die BAC-Verantwortlichen warten nun voller Ungeduld auf die Startausweise dieser beiden Talente, damit sie zukünftig an offiziellen Wettkämpfen teilnehmen dürfen. Weitere boxbegabte Flüchtlinge sind in der Zwischenzeit zum BAC gestoßen und lassen auf spannende Kampftage um den Rhodos Cup im Oktober und November hoffen. Die 150 Zuschauer sahen trotz der vielen spontanen Absagen spannende Boxkämpfe. Nach dem ersten Wertungstag führt nun Lüneburg mit 7 Punkten, dicht gefolgt von Heros Salzgitter und dem BAC Wolfenbüttel mit 6 Punkten. Der OSC Hannover und Peine können derzeit 5 Punkte für sich verbuchen und bilden, ebenso wie Gifhorn mit 4 Punkten das Mittelfeld. Darauf folgen der PSV Hannover mit 3 Punkten. Pünktlich zum Auftakz des Cups überreichte der Inhaber der Gaststätte „Rhodos“ dem BAC zudem 25 neue Trikots.
Wolfenbütteler Boxer stiegen in den Ring
Das Team vom Box Athletic Club Wolfenbüttel, Foto: Box Athletic Club Wolfenbüttel | Foto: BoxClub Wolfenbüttel

