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Sportjugend Gifhorn sagt Ferienreise ab - Braunschweig hilft



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Sportjugend Gifhorn sagt Ferienreise ab - Braunschweig hilft


Rund 250 Kinder und Jugendliche werden im Sommer mit der Sportjugend nach Lenste fahren. Foto: SJ Braunschweig
Rund 250 Kinder und Jugendliche werden im Sommer mit der Sportjugend nach Lenste fahren. Foto: SJ Braunschweig

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Gifhorn/Braunschweig. Die beliebte Sommerfreizeit der Sportjugend Gifhorn auf Langeoog in den ersten beiden Ferienwochen fällt in diesem Jahr ins Wasser. Es fehlt ehrenamtliches und erfahrenes Personal. Spontane Hilfe hat nun die Sportjugend Braunschweig angeboten.



Birte Kulinna vom KreisSportBund Gifhorn bedauert das diesjährige Aus der Fahrt. „Allerdings hat unsere Leitung abgesagt und wir haben so schnell keinen Ersatz gefunden”, erklärt die Zuständige für Bildung und Sportjugend in der SportRegion OstNiedersachsen. Betroffen davon seien rund 40 Kinder und 6 Betreuer. Damit diese ihre Ferienplanungen nicht stoppen müssen, hat sich jetzt die Sportjugend Braunschweig ins Spiel gebracht. Der Vorsitzende André Ehlers sagt dazu: „Für uns Sportjugenden ist es selbstverständlich, dass wir uns gegenseitig unter die Arme greifen. Als ich gehört hatte, dass die Langeoog-Freizeit ausfallen muss, habe ich sofort die Initiative ergriffen und Kontakt aufgenommen.“

Eltern der Kindern müssten nicht umplanen


„Unsere große Sommerfreizeit auf dem Zeltplatz Lenste an der Ostsee verläuft nahezu zeitgleich mit der abgesagten Fahrt der Gifhorner. Von daher müssten die Eltern der Kinder nicht gross umplanen“, so Ehlers weiter. Auch die ehemaligen Langeoog-Betreuer wären als Verstärkung der Lenste-Mannschaft herzlich Willkommen. In Braunschweig kenne man die Gifhorner Probleme nur zu gut. „Auch wir mussten in diesem Jahr berufsbedingt unsere Freizeitleitung umbauen“, berichtet der Sportjugend-Chef.

Ehrenamt soll stärker gefördert werden


Ehrenamtliche Helfer für Jugendfreizeiten zu finden, werde immer schwieriger. Ein Problem seien zum Beispiel die Bachelor-Studiengänge. Viele Studenten würden zwar gerne als Betreuer mitfahren, die Klausurtermine lägen jedoch oft direkt in den Ferien. Auch die Bereitschaft von Arbeitgebern, Mitarbeiter für ehrenamtliche Jugendarbeit freizustellen, habe spürbar nachgelassen. André Ehlers wünscht sich daher eine stärkere Förderung und öffentliche Anerkennung des Ehrenamtes. Andernfalls würden immer mehr hochwertige Sportjugend-Ferienangebote für Kinder und Jugendliche auf der Kippe stehen.


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