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Stadt bietet bessere Aufstiegschancen für Nachwuchskräfte an

von Max Förster


Stadt führt neue "Qualifizierungsrichtlinie Höherer Dienst" ein. Symbolfoto: Stadt Wolfenbüttel
Stadt führt neue "Qualifizierungsrichtlinie Höherer Dienst" ein. Symbolfoto: Stadt Wolfenbüttel Foto: Stadt Wolfenbuettel-Raedlein

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28.03.2016




Wolfenbüttel. Um engagierten und leistungsorientierten Nachwuchskräften bessere Qualifizierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten anbieten zu können, hat der Rat der Stadt Wolfenbüttel in seiner jüngsten Sitzung die "Qualifizierungsrichtlinie Höherer Dienst" mit einer Enthaltung einstimmig beschlossen.

"Aufgrund des demografischen Wandels (Stichwort Überalterung unserer Erwerbsgesellschaft) und aufgrund der positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes wird es insbesondere für die Kommunen und Landkreise zunehmend schwieriger, geeignetes und 'gutes' Personal zu gewinnen", erklärt Stadtpressesprecher Olaf Danell auf Anfrage von regionalHeute.de. So würden sich potenzielle Nachwuchskräfte oft für Banken, Versicherungen oder mittelständische Unternehmen als Arbeitgeber entscheiden, da diese oft attraktiver auf junge Menschen wirken würden oder teilweise auch besser bezahlen könnten, erklärte Olaf Danell. Aus diesem Grund hat der Rat nun beschlossen, die Qualifizierungsrichtlinie einzuführen.

Bessere Aufstiegsmöglichkeiten anbieten


Die in der letzten Woche vom Rat beschlossene Qualifizierungsrichtlinie, die sich in anderen Kommunen bereits bewährt habe, so Olaf Danell, bietet engagierten und leistungswilligen Nachwuchsführungskräften die Möglichkeit, sich weiter für höherwertige Dienstposten (hier im Beamtenbereich) zu qualifizieren, mit der Aussicht auf entsprechende Aufstiegsmöglichkeiten. Dies setze natürlich voraus, dass im jeweiligen Stellenplan der Kommune auch freie und besetzbare Stellen vorhanden sind und die persönlichen Anforderungen erfüllt werden.

Stärker binden und Interesse wecken


Mittelfristig, das heißt in den nächsten fünf bis sieben Jahren, werde sich diese Maßnahme nach den Berechnungen der Verwaltung positiv auswirken und der Stadt als „Konzern Stadt“ dabei helfen, Leistungsträger längerfristig zu binden und zudem auch neue Bewerber im Sinne der Nachwuchsführungskräfteentwicklung zu interessieren. "Zusammenfassend betrachtet ist die beschlossene Qualifizierungsrichtlinie also ein Baustein unserer strategischen Personalentwicklung", erklärt Olaf Danell.

Kosten der Qualifizierungsrichtlinie


Die Qualifizierung muss die Maßnahmen der Fort- und Weiterbildung beinhalten. Diese sind erforderlich, um die notwendigen Qualifizierungen und Tätigkeiten durchführen zu können, die der Höhere Dienst abverlangt. Die Fortbildungen und Schulungen sowie der einmalige Eignungstest verursachen dementsprechende Kosten. Die finanziellen Auswirkungen können zwar nicht genau beziffert werden, da sie abhängig von dem individuell auszuarbeitenden Qualifizierungsplan sind, aber dennoch kann die Stadt einen Überblick über die Kosten einzelner Maßnahmen geben:


  • Qualifizierungskonzept „Führen und Managen für Ämter ab A 14“ beim NSI Hannover, rund 2.300 Euro

  • Gasthörerschaft bei Modulen des Masterstudienganges „Kommunales Verwaltungsmanagement“ beim NSI Hannover, je
    zweitägiges Intensiv-Kurs-Modul, rund 580 Euro

  • Eignungstest (Analyse und Konzeption) einmalig 3.500 Euro

  • Durchführung des Eignungstests vor Ort, je acht Stundentag einschließlich Schulung der Auswahlkommission bei der
    Deutschen Gesellschaft für Personalwesen, rund 3.000 Euro


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