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Stadt Braunschweig erhöht Fördertopf für regenerative Energien auf 500.000 Euro



Stadt erhöht Fördertopf für regenerative Energien auf 500.000 Euro

Das Programm, mit dem Braunschweiger Zuschüsse für ihre eigene Energiewende und ihre individuelle Energieunabhängigkeit erhalten können, besteht seit zehn Jahren.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

Braunschweig. Mit dem Braunschweiger Förderprogramm für regenerative Energien wurden im vergangen Jahr so viele Projekte unterstützt wie nie zuvor. Insgesamt wurden Investitionen von in Summe mehr als 12,5 Millionen Euro gefördert, berichtet die Stadtverwaltung am Freitag.



Das Programm, mit dem Braunschweigerinnen und Braunschweiger Zuschüsse für ihre eigene Energiewende und ihre individuelle Energieunabhängigkeit erhalten können, besteht seit zehn Jahren. Der Rat hat in seiner jüngsten Sitzung den Fördertopf auf 500.000 Euro erhöht. Gefördert werden neben verschiedenen Formen von Photovoltaikanlagen und Heizungen auch Energieeffizienzmaßnahmen in Bestandsgebäuden. Im Bereich Photovoltaik wurden im vergangenen Jahr fast 2.800 Kilowattpeak (kWp) an Anlagenleistung (ein Plus von fast 1.000 kWp) und über 100 Heizungs- und Energieeffizienzmaßnahmen unterstützt.

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Ausbau regenerativer Energie so wichtig wie nie


"Die dramatischen Ereignisse der vergangenen Wochen haben uns die dringende Notwendigkeit des Ausbaus regenerativer Energien auch abseits der Klimaschutzperspektive verdeutlicht", sagt Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum. "Umso mehr freut es mich, dass wir von Jahr zu Jahr mehr Projekte mit städtischen Zuschüssen unterstützen konnten. Das ist ein wichtiger Baustein für das Ziel der Klimaneutralität."


Um noch effektiver mit den zur Verfügung stehenden Fördermitteln umzugehen, auf die geänderten Förderprogramme von Land und Bund zu reagieren und um neue Anreize zur lokalen Energiewende zu schaffen, wurde das städtische Förderprogramm auch in 2022 angepasst. Im Fokus steht dabei weiterhin die Photovoltaik (PV) als Energiequelle mit dem größten Potenzial und als Rückgrat Braunschweigs zukünftiger Energieversorgung.


Photovoltaikanlagen kleiner als 10 Kilowattpeak (kWp) werden pauschal mit 700 Euro gefördert, solche zwischen 10 und 15 kWp erhalten 1.100 Euro und größere 1.500 Euro. Durch die vergleichsweise höhere Förderung kleinerer Anlagen wird der reduzierteren Wirtschaftlichkeit Rechnung getragen. Einen Bonus von 500 Euro erhalten PV-Anlagen, die an Hauswänden oder in Kombimodulen mit Solarthermie (PVT-Kollektoren) ausgeführt werden. Sogar bis zu 15.000 Euro können Mieterstromprojekte erhalten. Auch Stromspeicher werden pauschal mit 500 Euro gefördert.

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Neue Förderung


Neu ist die Förderung von Stecker-PV-Anlagen in Höhe von 250 Euro oder 400 Euro (je nach Leistung), mit denen bis zu 20 Prozent des durchschnittlichen Stromverbrauchs selbst erzeugt werden können. Gerade in den Sommermonaten können sie einen relevanten Teil der Grundlast im Haushalt decken und selbst in Betrieb gesetzt werden. Sie ermöglichen so auch einkommensschwächeren Haushalten und Haushalten ohne eigene Dachflächen die Teilnahme an der Energiewende.

Jede neu eingebaute Erdöl- oder Erdgasheizung blockiert die Wende zu einer klimafreundlichen Wärmeerzeugung über Jahre und festigt die Importabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Die Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG) für das Heizen mit regenerativen Energien und energetische Sanierungen wird von der Stadt Braunschweig daher wieder zusätzlich aufgestockt. Aufgrund gestiegener Marktpreise wurden die pauschalen Förderungen für verschiedene Formen der Solarthermie und Wärmepumpen dabei noch einmal erhöht und liegen nun zwischen 1.000 und 3.000 Euro.

Um die benötigte Heizenergie möglichst gering zu halten, werden Wärmeschutzmaßnahmen an der Gebäudehülle mit fünf Prozent der förderfähigen Kosten (maximal 3.500 Euro) gefördert. Komplettsanierungen von Bestandsgebäuden bis einschließlich Energieeffizienzstandard KfW 85, erhalten 4.000 Euro, solche bis Energieeffizienzstandard KfW 40, erhalten 4.500 Euro. Gefördert werden auch Maßnahmen in Nichtwohngebäuden.

Um die Förderung zu beantragen, genügt das Antragsformular in Verbindung mit dem Angebot eines Fachbetriebes. Auch gewerbliche Antragsstellerinnen und Antragssteller sind förderfähig. Die Antragstellung ist online möglich. Es gilt je Liegenschaft eine maximale Förderhöhe von insgesamt maximal 4.500 Euro. Antragsstellerinnen und Antragssteller mit mehreren Gebäuden können bis zu 25.000 Euro Zuschuss aufgeteilt auf mehrere Projekte beantragen.

Informationen zu Förderbedingungen und Antragsformulare sind ab Anfang April zu finden unter www.braunschweig.de/foerderung-regenerativ.


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