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Stadt geht neue Wege bei der Akquise von Kita-Fachkräften

von Eva Sorembik


Mit neuen Methoden konnte die Stadt bereits 75 Fachkräfte gewinnen. Symbolfoto: Robert Braumann
Mit neuen Methoden konnte die Stadt bereits 75 Fachkräfte gewinnen. Symbolfoto: Robert Braumann Foto: Robert Braumann

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31.05.2017

Wolfsburg. Um den Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen zu decken wird in Wolfsburg fleißig gebaut. Doch mit dem Bau neuer Einrichtungen allein ist es nicht getan: In Wolfsburg wird dringend qualifiziertes Fachpersonal gebraucht. Wie die Stadt sich des Problems jetzt angenommen hat, erläuterte Katharina Varga, Leiterin des Geschäftsbereichs Jugend, in der heutigen Sitzung des Jugendhilfeausschusses.



Seit 2016 wurden in Wolfsburg rund 722 Plätze in der Krippe und rund 320 Plätze im Kindergarten geschaffen. Bis 2020 sollen weitere rund 1.900 neue Kindergarten-und Krippenplätze entstehen. Allein in diesem Jahr werden 485 dieser Betreuungsplätze in 49 Kitas geschaffen, welchedie Stadt Wolfsburg als Träger selbst betreibt und die im Kita-Jahr 2017/18 in den Betrieb aufnehmen wird. Es handelt sich dabei um die Kita in der City, um das Kinder und Familienzentrum am Ring die Kita an den Teichen sowie die Kita hinter den Gärten. Die Stadt Wolfsburg investiert mit dem Bau der neuen Einrichtung insgesamt 22,549 Millionen Euroin die weitere Entwicklung der familienfreundlichen Infrastruktur. Zusätzlich entstehen im Kita-Jahr 2017/2018 zwei weitere neue Kita-Standorte in freier Trägerschaft des CJD und des katholischen Gesamtverbandes (Kita Sankt Franziskus) mit insgesamt 75 Krippen- und 125 Kindergartenplätze. Darüber hinaus entstehen zwei weitere Großfamiliennester und 60 Krippenplätze durch Umbauten und Gruppenerweiterungen. Ziel der Stadt Wolfsburg seies, die Versorgungsquoten für den U3 Bereich bis 2020 auf 70 Prozentauszubauen. Dies gabdie Stadt heute in einer Pressemitteilung bekannt.


Neben der Schaffung von Betreuungsplätzen wurde in den Ausbau der Ganztagsbetreuungsangebotes investiert.Der intensive Ausbau neuer Plätze verschaffe natürlich Bedarf hinsichtlich zusätzlicher Fachkräfte für Wolfsburg, heißt es weiter seitens der Stadt.



100 Stellen müssen in neuen Einrichtungen besetzt werden


"Vor diesem Hintergrund, dass bundesweit rund 107.000 Erzieherinnen und Erzieher fehlen und 2016 auch in Wolfsburg erstmals mehr freie Stellen als Arbeitssuchende Fachkräfte vorhanden waren, wurden 2016 in Kooperation mit der Wolfsburg AG ein Projekt zur Akquise von Fachkräften angestoßen", berichtete Varga in der Heutigen Jugendausschusssitzung. Zielsetzung des Projektes seidie Rekrutierung von 100 pädagogischen Fachkräften, um den Bedarf insbesondere an erfahrenemPersonalzur Eröffnung der neuen städtischen Kitastandorte zu gewährleisten. Der Fachkräftemarkt vor Ort und in der Region sollte nicht zusätzlich belastet werden, hier liege ein Fokus auf überregionalen Akquise, so die Leiterin des Geschäftsbereichs Jugend.


Neben Stellenanzeigen, Radiospots, Werbeanzeigen in Fachzeitschriften und Magazinen, City Light Postern an Universitäten in Magdeburg, Halle und Leipzig, der Verteilung von City Cards, dem Besuch von Messen und Kongressen sowie Werbeanzeigen auf Fachportalen, seienauch die sozialen Medien undeinschlägige Internetportale genutzt worden, berichtete Varga von den neuen Wegen, über die die Stadt im Rahmen eines Pilotprojektes versucht habe, Fachpersonal für die städtischen Kinderbeteuungseinrichtungen zu akquirieren. Auch auf dem internationalen Arbeitsmarkt seigezielt gesucht worden.



Kitas können zum neuen Kita-Jahr wie geplant geöffnet werden


Der bisherige Erfolg kann sich sehen lassen. Aktuell konnten rund drei Viertel der erforderlichen zusätzlichen Fachkräfte für die neuen städtischen Kitas unter Vertrag genommen werden. Somit seiabsehbar, dass alle vier Einrichtungen wie geplant zum Kita-Jahr 2017/2018 den Betrieb aufnehmen können. Die Leitungen der neuen Kitas sind alle schon besetzt. Derzeit läuft die Feinabstimmung der individuellen Hauskonzepte und die Vorbereitung der Einarbeitung in der Kita-Abteilung des Geschäftsbereiches Jugend auf Hochtouren, so die positive Bilanz der Stadt.





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