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Stadt bekommt 3,46 Millionen Euro aus Städtebauförderung



Braunschweig

Stadt bekommt 3,46 Millionen Euro aus Städtebauförderung


3,46 Millionen Euro sind aus der Städtebauförderung eingeworben worden. Das ist der höchster Betrag seit Start der „Sozialen Stadt“ 2001 – Donauviertel. Foto: Anke Donner
3,46 Millionen Euro sind aus der Städtebauförderung eingeworben worden. Das ist der höchster Betrag seit Start der „Sozialen Stadt“ 2001 – Donauviertel. Foto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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Braunschweig. Die Stadt Braunschweig hat für das Programmjahr 2017 erfolgreich Zuschüsse von Bund und Land in der Höhe von insgesamt 3,46 Mio. Euro für die beiden Soziale-Stadt-Gebiete „Westliches Ringgebiet“ und „Weststadt-Donauviertel“ eingeworben.



Das ist die höchste Einwerbung von Städtebaufördermitteln für Braunschweig seit dem Start des Programms „Soziale Stadt“ im Jahr 2001. Die Fördermittel wurden in vollem Umfang der Antragstellung bestätigt. Das „Westliche Ringgebiet“ erhält Städtebaufördermittel in Höhe von 1,88 Millionen Euro. Zusammen mit dem städtischen Eigenanteil in Höhe von 940.000 Euro stehen ab diesem Jahr weitere 2,82 Millionen Euro bereit. Das „Donauviertel“ in der Weststadt erhält Städtebaufördermittel in Höhe von 1,58 Millionen Euro. Zusammen mit dem städtischen Eigenanteil in Höhe von 790.000 Euro bedeutet dies weitere 2,37 Millionen Euro. Die Fördermittel werden wie üblich in Raten auf mehrere Jahre verteilt. Zusammen mit dem städtischen Eigenanteil werden in Braunschweig in die Stadterneuerung ab diesem Jahr weitere Mittel in der Gesamthöhe von 5,19 Millionen. Euro investiert. Die hohe Förderung ermöglicht bereits jetzt eine Planung bis zum Jahr 2021.

Präsentation auf dem Städtebaufördertag


Das 2016 neu ins Förderprogramm aufgenommene Donauviertel stellt sich am Samstag, 13. Mai, beim dritten bundesweiten „Tag der Städtebauförderung“ vor, nach dem Sanierungsgebiet „Westliches Ringgebiet“ und dem Stadtumbaugebiet „Weststadt Ilmweg“ in den vergangenen Jahren. Bei einem Spaziergang durch das neue Fördergebiet können Anwohnerinnen und Anwohner Anregungen und Vorschläge für die weitere Entwicklung des Quartiers einbringen. Das Sanierungsgebiet „Weststadt-Donauviertel“ liegt zwischen Münchenstraße, Donaustraße, Am Lehmanger und der Kleingartenanlage „Hermannshöhe“ und hat eine Größe von rund 54 Hektar. Knapp 5000 Braunschweigerinnen und Braunschweiger leben dort.


Zur Begleitung des Projekts wird in Abstimmung mit dem Stadtbezirksrat ein von Bezirksbürgermeister und Verwaltung moderierter Runder Tisch „Soziale Stadt - Donauviertel“ gebildet. Er setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern aus dem Quartier, Stadtteilakteuren und -akteurinnen, Wohnungswirtschaft, Kommune und Politik. Der Runde Tisch hat die Aufgabe, sich mit Fragen der Quartiersentwicklung zu befassen. Dazu zählen stabile Sozialstrukturen, Verbesserung der Lebenschancen, Integration, Förderung des Zusammenlebens, Verbesserung des Bildungsangebotes, der Gesundheitsförderung und des Wohnumfeldes. Die Ergebnisse werden als Empfehlungen in die Beratungen des Stadtbezirksrates und der Ratsgremien einbezogen. Analog ist seit Jahren bereits der „Sanierungsbeirat Westliches Ringgebiet“ aktiv.

Bereits vor der Programmanmeldung hatten mehrere Beteiligungsrunden und eine öffentliche Informationsveranstaltung mit Bewohnerinnen und Bewohnern des Donauviertels stattgefunden. Die Ergebnisse flossen in die Programmanmeldung ein. Sanierungsschwerpunkte im Donauviertel sind unter anderem die Weiterentwicklung der sozialen Infrastruktur (Campus Donauviertel), die Aufwertung von Grün- und Freiflächen (Hochspannungspark, Quartierspark Am Queckenberg) sowie die bedarfs- und zielgruppengerechte Anpassung des Wohnungsbestands (Pilotprojekt Gärtnerhöfe). Vernetzung des vorhandenen Angebots und Erweiterung des Nachbarschaftstreffs, soziale Infrastruktur und Bündelung vorhandener Maßnahmen stärken die lebendigen Nachbarschaften und den sozialen Zusammenhalt.

Hintergrund: Förderprogramm „Soziale Stadt“


Ziel des Förderprogrammes „Soziale Stadt“ ist es, die Lebenssituation der betroffenen Menschen durch eine aktive und integrative Stadtentwicklungspolitik und soziale Erneuerung nachhaltig zu verbessern. Die Städtebaufördermittel machen gemäß Förderrichtlinie zwei Drittel der Gesamtförderung aus. Die Stadt steuert einen Eigenanteil in Höhe eines Drittels bei. Die Städtebauförderung ist ein wichtiger Bestandteil der Stadtentwicklungspolitik in Braunschweig und gibt wichtige Impulse für eine positive Entwicklung im Bestand der Quartiere, die positiv über die Stadterneuerungsgrenzen hinaus ausstrahlen.


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