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Stadt rät: Vereiste Gewässer nicht ohne Freigabe betreten



Wolfenbüttel

Stadt rät: Vereiste Gewässer nicht ohne Freigabe betreten

von Max Förster


Die gefrorenen Gewässer sollten lieber nicht betreten werden. Foto: Jan Borner Foto: Jan Borner

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Wolfenbüttel. Seit mehreren Tagen herrschen frostige Temperaturen und die gefrorenen Gewässer im städtischen Raum glitzern im Licht des Sonnenscheins. Da bekommen viele Menschen Lust, die zugefrorenen Seen und Teiche mit ihren Schlittschuhen einzuweihen. Die Stadt rät jedoch, den ausgeschilderten Warnhinweisen Folge zu leisten und das Eis nur zu betreten, wenn dies freigegeben ist.

Ein allgemeines Verbot, das ein Betreten gefrorener Gewässer untersagt, gebe es nicht, erklärte Thorsten Raedlein, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Wolfenbüttel, auf Anfrage von regionalHeute.de. Dennoch rate die Stadt davon ab, die vereisten Gewässer zu betreten. "In der Stadt messen Mitarbeiter der SBW regelmäßig die Dicke der Eisschicht. Aktuell liegt die am Stadtgraben übrigens bei 4,5 bis 5 cm. Damit eine Eisfläche freigegeben wird, muss diese mindestens 15 cm dick sein.", erklärte Thorsten Raedlein. Hier fehlen also noch etliche Zentimeter. Bei starkem Frost (ab etwa minus zehn Grad) nehme die Eisschicht pro Tag um zirka einen Zentimeter an Dicke zu. Die Tragfähigkeit hänge außerdem von der Zusammensetzung des Eises ab, so der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit. "'Weißes Eis' - also mit Schnee zwischen den Schichten - trägt weniger als 'blaues Eis' (ohne Schnee)", so Thorsten Raedlein.

Betreten auf eigene Gefahr


Das Ordnungsamt der Stadt könne zwar, sollten die genannten Parameter gegeben sein, die Flächen freigeben, das Betreten erfolge aber dennoch stets auf eigene Gefahr, so Thorsten Raedlein. Hier sei also trotzdem die entsprechende Vorsicht geboten.

Betritt man mutwillig eine nicht freigegebene Eisfläche und es kommt zu einem Einbruch, könne man sogar die Kosten für den Rettungseinsatz in Rechnung gestellt bekommen, erklärt Thorsten Raedlein.


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