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Stadt Braunschweig startet Flächentests in Pflegeheimen



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Stadt Braunschweig startet Flächentests in Pflegeheimen

Wegen der erhöhten Anzahl von Coronaausbrüchen in Pflegeheimen startet die Stadt Braunschweig nun COVID-19-Flächentests. Das soll weiteren Ausbrüchen durch unsymptomatische Infizierte vorbeugen.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Marvin König

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Braunschweig. In den vergangenen Wochen sei es in Braunschweiger Pflegeeinrichtungen zu mehreren Ausbrüchen des Coronavirus gekommen. Die Stadt Braunschweig starte deshalb am Montag, 21. Dezember mit einem flächendeckenden Screening aller in den Heimen lebenden und beschäftigten Personen, um auf diese Weise mit einem PCR-Test unentdeckte Infektionsfälle zu identifizieren. Das gibt die Stadt in einer Pressemitteilung bekannt.



Es bestünde die Sorge, dass sich weiterhin in größerem Umfang nichtsymptomatische Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen aufhalten, so die Stadt. Bei Bewohnerinnen und Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen sei das Risiko signifikant erhöht, dass eine Infektion mit dem Coronavirus zu einem schweren, im schlimmsten Fall tödlichen Krankheitsverlauf führe.

"Die Situation in den Pflegeeinrichtungen macht uns in Anbetracht der insgesamt hohen Infektionszahlen große Sorgen, daher wollen wir mit dieser Aktion einen Sachstand zum Infektionsgeschehen erheben", sagt Dr. Christine Arbogast, Sozialdezernentin und Leiterin der Gefahrenabwehrleitung (GAL). "Dies soll flankierend zu den jetzt anlaufenden deutlich ausgeweiteten Schnelltestungen in Heimen für mehr Sicherheit sorgen. Ein erneuter Kraftakt für die durchführenden Einsatzkräfte bei Feuerwehr, Gesundheitsamt und Hilfsorganisationen, der aber hoffentlich hilft, mögliche Coronaausbrüche frühzeitig zu erkennen und damit einzudämmen."

Tests sind freiwillig


Die überwiegende Anzahl der Einrichtungen habe sich bei einer Abfrage an einer Teilnahme interessiert gezeigt. Auch die individuelle Teilnahme sei freiwillig, für einwilligungsunfähige Personen müsse mindestens eine mündliche Einverständniserklärung des gesetzlichen Vertreters vorliegen. Das Screening würde aufgrund des erheblichen Umfangs einerseits und der begrenzten personellen und sachlichen Ressourcen andererseits voraussichtlich bis Ende Januar dauern.

Um zukünftig den Zeitraum zwischen einem positiven Corona-Schnelltest (PoC-Test) und dem dann notwendigen PCR-Test zu verkürzen und am selben Tag zu ermöglichen, böte das Gesundheitsamt den Pflegeeinrichtungen parallel zur Screeningaktion an, je drei ausgewählte Fachkräfte am Tag der Abstrichnahme entsprechend zu schulen.


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